Der Führungsstil von VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo kommt bei den Spielern gut an. Foto: imago//Anke Waelischmiller

Die VfB-Führung um den Sportdirektor Sven Mislintat sendet ein Signal für ein langfristiges Miteinander: Der Vertrag mit Cheftrainer Pellegrino Matarazzo wird zeitnah und vorzeitig um zwei Jahre verlängert.

Stuttgart - Die Turbulenzen an der Vereinsspitze lassen Pellegrino Matarazzo zumindest äußerlich ganz kalt. „Ich lese natürlich, was in der Zeitung steht“, sagt der VfB-Cheftrainer: „Aber das ist nicht mein Aufgabenbereich. Ich widme mich vielmehr Dingen, die ich beeinflussen kann.“ Und tatsächlich geht die Abteilung Profifußball um den VfB-Sportdirektor Sven Mislintat und seinen Coach dieser Tage unbeirrt ihren Weg. Schließlich ist es nur noch ein Frage der Formalitäten, dass der Vertrag mit Matarazzo erneut vorzeitig um zwei Jahre bis 2024 verlängert wird.

Ein Cheftrainer im Aufwind

Mislintat und der VfB sagen also zum wiederholten Male Ja zu Matarazzo. Dabei findet der Treueschwur diesmal vor einem ganz anderen Hintergrund statt als bei der ersten Verlängerung – damals um ein Jahr von 2021 bis 2022 – vom vergangenen Frühjahr. Seinerzeit hatte Mislintat seinem Chefcoach Ende Mai in schwerer See den Rücken stärken müssen, denn das Unternehmen Wiederaufstieg befand sich da noch alles andere als in trockenen Tüchern.

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Doch die Zeiten haben sich geändert: Zwar erlebt der VfB mit nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Bundesligaspielen sportlich aktuell keine Hochzeit; dennoch steht das Team als Bundesliga-Zehnter mit 26 Punkten als Aufsteiger weiter gut da – und besitzt in den beiden anstehenden Spielen am Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FC Köln sowie in der Woche darauf gegen den FC Schalke 04 die Möglichkeit, gegen Teams aus dem Tabellenkeller weitere entscheidende Schritte in Richtung Klassenverbleib zu gehen.

Lob von Abwehrspieler Marc Kempf

Dies alles spricht für Pellegrino Matarazzo, dessen Führungsstil beim Team gut ankommt – und der sich zudem die Weiterentwicklung einiger junger Spieler wie Silas Wamangituka, Borna Sosa oder Tanguy Coulibaly auf der Habenseite gutschreiben kann. „Der Trainer ist in seiner Arbeit akribisch – und hat uns als Mannschaft sehr voran gebracht“, sagt etwa der Abwehrspieler Marc Kempf.

Mit der vorzeitigen Verlängerung bis 2024 senden nun auch der Vorstandschef Thomas Hitzlsperger und Mislintat das Signal, dass man den neuen sportlichen Weg des VfB in der Bundesliga langfristig gemeinsam weitergehen will.

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