Ursula von der Leyen in der Talkshow von Günther Jauch. Foto: dpa

Von Arbeits- ins Verteidigungsministerium - Ursula von der Leyen weiß selbst, dass das eine Herausforderung wird. Sie will die Bundeswehr zum attraktiven Arbeitgeber machen. Indes wird die Kritik an der Postenvergabe lauter.

Von Arbeits- ins Verteidigungsministerium - Ursula von der Leyen weiß selbst, dass das eine Herausforderung wird. Sie will die Bundeswehr zum attraktiven Arbeitgeber machen. Indes wird die Kritik an der Postenvergabe lauter.

Berlin - Die künftige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat große Achtung vor ihrem neuen Job. „Das ist eine Riesenaufgabe. Ich freue mich darauf, aber ich muss auch sagen, ich habe einen Mordsrespekt auch davor, was da jetzt auf mich zukommt“, sagte von der Leyen am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Am vergangenen Donnerstag habe sie im Gespräch mit der Bundeskanzlerin davon erfahren. „Da muss man erst einmal tief Luft holen“, sagte von der Leyen. Aber seitdem tauche sie in diese neue Welt ein. Die neue Bundesregierung soll am Dienstag vereidigt werden.

Bei der Bundeswehr will von der Leyen auch das einbringen, was sie im Arbeitsministerium gelernt habe. „Die Bundeswehr ist eine Freiwilligen-Armee. Das heißt, sie konkurriert mit vielen anderen zivilen Unternehmen, muss ein attraktiver Arbeitgeber sein“, sagte sie. Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielten auch für Soldaten eine Rolle.

In der Talkshow von Günther Jauch sorgte die bisherige Arbeitsminister für Lacher, als sie auf die Frage nach ihren Erfahrungen mit der Bundeswehr antwortete: "Ich habe nicht gedient."

Grüne üben Kritik

Von der Opposition setzt es indes Kritik an der Postenverteilung: Bei Alexander Dobrindt (CSU) als Verkehrsminister könne er „nur den Kopf schütteln“, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter der Zeitung „Die Welt“. „Im Verkehrsministerium müsste man mal was anderes machen als puren Populismus, wie wir das unter Ramsauer erlebt haben.“

Sehr neugierig sei er auf Sigmar Gabriel (SPD), der „Energie und Wirtschaft zusammengespannt“ habe. Es sei eine Energiewende hin zur Kohle zu befürchten. Die Grünen stellten sich darauf ein, dass „eine große Koalition auch scheitern kann“, so Hofreiter. Zu den künftigen Optionen der Grünen gehöre Rot-Rot-Grün genauso wie Schwarz-Grün.

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