Die Kugeln verletzten das Opfer lebensgefährlich. Foto: Imago/Rene Traut

Nachdem ein 23-Jähriger in Tamm (Kreis Ludwigsburg) durch Schüsse lebensgefährlich verletzt wurde, startet am Landgericht Heilbronn der Prozess gegen die zwei mutmaßlichen Täter.

Mehrere Angriffe auf ein Security-Unternehmen aus Ludwigsburg gipfelten am 12. Mai des vergangenen Jahres in einem Schussattentat in der Silcherstraße in Tamm. Auf offener Straße wurde ein 23-jähriger Mann angegriffen. Er flüchtete durch eine Wohnsiedlung – und wurde am Ende durch mehrere Schüsse lebensgefährlich verletzt. Mehrere innere Organe waren betroffen, ein Unterschenkel musste später amputiert werden.

 

Seitdem ermittelt die Sonderkommission „Frost“ in dem Komplex, in dem es neben dem Schussattentat auch um Brandanschläge, Schüsse auf ein Gebäude und Korruption in der Staatsanwaltschaft Stuttgart geht.

Die zwei mutmaßlichen Täter von Tamm sollen den Angriff im Auftrag anderer begangen haben und waren zu diesem Zeitpunkt 26 und 27 Jahre alt. Nun wird ihnen am Landgericht Heilbronn der Prozess gemacht. Der Vorwurf lautet gemeinschaftlicher versuchter Mord, wie das Landgericht mitteilt. Die beiden Männer aus den Niederlanden sollen mehrfach auf den Geschädigten geschossen haben. Bereits am Vorabend sollen sie versucht haben, den 23-Jährigen durch Schüsse zu töten, die Waffe hatte laut Anklage jedoch Ladehemmung.

Der Auftakt des Verfahrens ist auf Montag, 13. April, 13 Uhr terminiert worden. Ein Urteil könnte dann im Juni fallen. Die beiden Angeklagten befinden sich seit Ende Oktober beziehungsweise Anfang November in Untersuchungshaft.