Nach dem im Januar verstorbenen Altbundespräsident von Weizsäcker soll in Stuttgart eine Straße benannt werden. Foto: dpa

Ob in Stuttgart zur Würdigung und Erinnerung an den Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker eine Straße umbenannt werden soll, bespricht der Ältestenrat des Gemeinderates. Die CDU hat vorgeschlagen, die Planie umzubenennen.

Stuttgart - Die von der CDU im Stuttgarter Gemeinderat zur Ehren des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker vorgeschlagene Umbenennung der Planie wird im Ältestenrat des Gemeinderates besprochen werden. OB Fritz Kuhn (Grüne) hat das Thema auf die Tagesordnung des Gremiums gesetzt, das sich nach der Sommerpause erstmals am 24. September trifft.

Weizsäcker war am 31. Januar 2015 in Berlin verstorben. Die Christdemokraten hatten bald den Vorschlag gemacht, den Straßenzug der B 10 zwischen Charlottenplatz und Friedrichstraße nach von Weizsäcker zu benennen. Bevor die Verkehrsachse unter das Kunstmuseum abtaucht führt sie am Neuen Schloss vorbei. Die Umbenennung liegt nahe, denn Richard von Weizsäcker war am 15. April 1920 in einer Mansardenwohnung des Neuen Schlosses geboren worden. Im Stadtbild ist er schon verewigt. Sein Onkel, der Stuttgarter Bildhauer und Maler Fritz von Graevenitz, nahm ihn als Kind zur Vorlage für den Jungen auf dem Cannstatter Erbsenbrunnen.

Die CDU hat eine Entscheidung angemahnt. Gehört werden müssen der Bezirksbeirat und die Witwe Marianne von Weizsäcker. Das Thema sei im Bezirksbeirat noch nicht diskutiert worden, sagt Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle. Den Namen Planie gibt es seit 1922, von 1933 bis 1945 hieß sie Adolf-Hitler-Straße.

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