Mit diesem Wohnmobil wurde das Opfer nach Frankreich verschleppt. Dort verliert sich die Spur. Foto: Polizei

Die Polizei hat weitere Details zur Entführung einer 47-jährigen Altenpflegerin aus dem Rems-Murr-Kreis bekannt gegeben. Die Ermittler in Frankreich finden in einem Wohnmobil Anzeichen von Gewaltanwendung.

Aspach/Waiblingen - Die europaweite Fahndung nach den beiden Männern, die in Großaspach (Rems-Murr-Kreis) eine Frau verschleppt haben, läuft auf Hochtouren. Auch die Polizei im Elsass, wo das Wohnmobil der Täter gefunden worden war, hat sich mit Fahndungsbildern an die Öffentlichkeit gewandt.

Ob die 47 Jahre alte Jolanta S. noch wohlauf ist, ist unklar. Zumindest gestern, darauf deuteten Ermittlungen hin, „ging es ihr wohl noch den Umständen entsprechend gut“, so der Polizeisprecher Ronald Krötz. Allerdings: „In dem Wohnmobil haben unsere französischen Kollegen Spuren gefunden, die auf Gewaltanwendung schließen lassen.“

Ein Mann macht in Großaspach eine verdächtige Beobachtung

Ein Zeuge hat am Montag die Entführung der Frau, die in Aspach als Altenpflegerin arbeitete, offenbar am Rande mitbekommen. „Gegen 14 Uhr beobachtete er, wie auf dem Parkplatz der Mechatronik-Arena die Türen eines Wohnmobils zugeschlagen wurden und das Fahrzeug dann fluchtartig davon fuhr“, schildert der Sprecher. Dass diese Beobachtung im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Polin stand, sei offenbar geworden, als die Pflegerin von den Angehörigen ihrer Klientin vermisst gemeldet wurde.

Bei dem 51 Jahre alten Haupttäter handelt es sich um den Exfreund des Opfers, von dem dieses sich nach einer langjährigen Beziehung getrennt haben soll. „Wir wissen durch Zeugenaussagen, dass sie Angst vor ihm hatte“, schildert Krötz. Die Ermittler hätten auch herausgefunden, dass sich die 47-Jährige noch ein letztes Mal mit ihrem Exfreund hatte treffen wollen.

Die Ermittler bitten dringend um Mithilfe

„Wir nehmen an, dass er die Trennung nicht verkraftet hat und diese Gelegenheit zusammen mit seinem Mittäter nutzte, die Frau zu verschleppen.“ Szewczyk habe mehrere Kinder, davon ist mindestens eines aus der Beziehung mit dem 51-Jährigen hervorgegangen.

Die Polizei in Waiblingen hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Nach dem Start der Öffentlichkeitsfahndung sind schon vereinzelte Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Wer etwas zum Verbleib der Entführten sagen kann, wird dringend gebeten, sich unter 0 71 51/95 03 33 zu melden.

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