Vermisstes U-Boot Zwei Seeleute entgingen Unglück durch Planänderung

Von red/AFP 

Mitglieder der brasilianischen Luftwaffe suchen im Südatlantik nach dem verschollenen U-Boot. Foto: Brazilian Air Force
Mitglieder der brasilianischen Luftwaffe suchen im Südatlantik nach dem verschollenen U-Boot. Foto: Brazilian Air Force

Am Mittwoch vor einer Woche brach der Kontakt zur „Ara San Juan“ ab. Trotz tagelanger Suche wurde das U-Boot bislang nicht gefunden. Zwei argentinische Seeleute entgingen dem Unglück knapp.

Buenos Aires - Zwei argentinische Marinesoldaten sind dem Unglück an Bord des seit mehr als einer Woche verschollenen U-Boots „ARA San Juan“ durch eine Fügung des Schicksals entronnen: Ein Leutnant habe das U-Boot bei einem Stopp im Hafen von Ushuaia verlassen, weil er auf eine wichtige zweiwöchige Mission gegangen sei, erklärte Marinesprecher Enrique Balbi am Freitag (Ortszeit). Er sei durch einen anderen Offizier ersetzt worden.

Ein zweiter Marinesoldat, der 26-jährige Adrián Rothlisberger, hätte laut der argentinischen Tageszeitung „Clarin“ eigentlich mit dem U-Boot in See stechen sollen. Weil er kurz vor dem Abschluss eines Hauskaufes stand und dafür noch Verwaltungsangelegenheiten klären musste, sei er jedoch vom Dienst beurlaubt worden.

Der Kontakt zu der „ARA San Juan“ war am Mittwoch vergangener Woche abgebrochen. Trotz tagelanger Suche wurde sie bislang nicht gefunden. Die Marine geht inzwischen von einer Explosion an Bord auf und hat keine Hoffnung mehr, die 44 Besatzungsmitglieder noch lebend bergen zu können.

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