Jährlich werden in Stuttgart etwa 3500 Vermisste gemeldet. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Der Fall hatte die Stuttgarter Polizei vor ein großes Rätsel gestellt. Monatelang galt ein Mann aus Stuttgart als verschwunden – ohne Hinweis auf einen Streit oder eine Flucht. Jetzt gibt es ein Lebenszeichen.

Stuttgart - Ein 46-jähriger Stuttgarter, der monatelang als vermisst galt, ist wohlauf. Die Polizei hatte seit September mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach dem Mann gesucht. Jetzt gibt es ein Lebenszeichen: Die Angehörigen erfuhren über gemeinsame Bekannte, dass diese am vergangenen Freitag Kontakt mit dem 46-Jährigen hatten, wie die Polizei am Montag mitteilte. „Im Gespräch sagte dieser, dass es ihm gut gehe und die Angehörigen sich keine Sorgen machen sollten“, heißt es in der Mitteilung der Beamten weiter.

Vor Monaten plötzlich verschwunden

Der 46-jährige Stuttgarter war vor drei Monaten plötzlich verschwunden – und alle Ermittlungen führten bisher in eine Sackgasse. Eigentlich hatte der 46-Jährige, der arbeitslos ist, regelmäßigen Kontakt zu seinen Angehörigen. Doch plötzlich war da nichts mehr – und es gab aus Sicht der Verwandten auch keinen Anlass dafür. Am 20. August gab es das letzte Lebenszeichen. Am 10. September war für die Angehörigen klar, dass der 46-Jährige nicht auf einer Urlaubsreise sein kann – sie erstatteten Vermisstenanzeige.

Etwa 3500 Vermisste im Jahr

Jährlich werden in Stuttgart etwa 3500 Vermisste gemeldet. 95 Prozent tauchen spätestens nach einer Woche wieder auf oder sind nur stundenweise weg. Landesweit steigt die Zahl der Vermisstenfälle stark an. Mit mehr als 10.500 Betroffenen sind es doppelt so viele wie vor zehn Jahren. In diesen zehn Jahren sind 500 Menschen nicht wieder aufgetaucht.

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