Der Mann, der in Böblingen seinen Vermieter erstochen hat, ist nicht schuldfähig Foto: dpa

Der 39 Jahre alte Mann, der im Wahn seinen 74-jährigen Vermieter in Böblingen erstochen hat, wird in der Psychiatrie untergebracht. Das hat das Landgericht Stuttgart am Dienstag verfügt.

Stuttgart/Böblingen - Der Beschuldigte leide an einer schizoaffektiven Psychose und sei nicht schuldfähig, so der Vorsitzende Richter. Der 39-jährige Vater zweier schulpflichtigen Kinder lebte in dem Wahn, sein Vermieter sei der Anführer von 6000 Nazis und trachte ihm und seinen Kindern nach dem Leben.

Am Morgen des 28. Januar dieses Jahres wollte der Beschuldigte den 74-Jährigen fragen, warum er ihn und seine Kinder vernichten wolle. Im Flur seiner Wohnung attackierte der 39-Jährige das Opfer mit mehreren Messern und brachte ihm fast 50 Stiche bei.

Der Vermieter starb an einem Blutmangelschock. Danach alarmierte der Mann die Polizei per Telefon mit den Worten: „Ich habe einen Mann erstochen. Nazihorden wollten mich und meine Kinder töten.“ Der 39-Jährige hörte das Urteil am Dienstag in Fußfesseln und Handschließen.

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