Der langzeitverletzte VfB-Profi El Bilal macht in der Reha Fortschritte. Der Stürmer aus Mali wird demnächst auf dem Trainingsplatz zurückerwartet, bei Dan-Axel Zagadou dauert es noch etwas länger.
Natürlich sieht es ein Trainer nie gerne, wenn sich einer seiner Spieler ernsthaft verletzt. Doch im Fall von Dan-Axel Zagadou ist der Schmerz bei VfB-Cheftrainer Sebastian Hoeneß besonders groß gewesen: Schließlich war der bullige Franzose, 25, mit dem feinen Füßchen vor Saisonbeginn als Abwehrchef eingeplant gewesen – und befand sich nach seiner ersten Knieverletzung, einem Anriss des Kreuzbandes von Ende Januar 2024, gerade auf dem Weg zurück in die Mannschaft, als es Ende September den nächsten Rückschlag gab.
„Es war schon eine signifikante Knieverletzung“, sagt Sebastian Hoeneß an diesem Donnerstag zu dem erneuten Rückschlag des 1,96 Meter großen Zagadou, der in der Bundesliga-Vorrunde sieben Minuten beim Gastspiel in Gladbach (3:1) sowie 20 Minuten beim 5:1-Heimsieg über Borussia Dortmund auf dem Feld gestanden war, ehe er sich erneut eine schwere Knieverletzung am Außenband zuzog.
„Wann er genau wieder zurückkommt, dass will ich nicht vorhersagen, denn ich will ihn und uns alle nicht unter Druck setzen, falls es dann doch ein wenig länger dauert“, sagt Hoeneß zu seinem Innenverteidiger im Krankenstand, der im Sommer 2022 als damals vereinsloser Spieler zum VfB kam – und der gerade in der Vorrunde der Vorsaison mit 19 Stammelf-Einsätzen bis zu seiner ersten Verletzung einer der Väter des Stuttgarter Aufschwungs war.
Klar ist bisher, dass Zagadous Reha „bisher einen positiven Verlauf“ (Hoeneß) nimmt und es eine Frage von Wochen und nicht mehr von Monaten ist, bis der Defensivspieler wieder mit Ball auf dem VfB-Trainingsplatz stehen wird.
„Daxo ist noch ein bisschen weiter weg als Elbi“, sagt Hoeneß derweil über den von Atalanta Bergamo ausgeliehenen Stürmer El Bilal Touré. Der hatte sich seinerseits in einem Länderspieleinsatz für sein Heimatland Mali einen Mittelfußbruch zugezogen – dürfte aber sehr zeitnah bei den Stuttgartern auf den Trainingsplatz zurückkehren. Zuerst mit einem individuellen Programm, später dann bei ersten Einheiten im Kreise der Mannschaft. Beim Gastspiel Anfang März bei Holstein Kiel könnte der 23-Jährige vielleicht wieder eine Option sein.
Dass El Bilal nichts von seinem Ballgefühl verloren hat, zeigt ein Video, das ihn beim Jonglieren auf der Dachterrasse der VfB-Rehawelt mit Carl-Benz-Center neben dem Stadion zeigt.
Klar ist aber auch, dass dem Afrikaner nach seiner Rückkehr in den Spielbetrieb nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, um die VfB-Sportchefs um den Vorstand Fabian Wohlgemuth von einer festen Verpflichtung zu überzeugen. Denn bisher ist der Stürmer, der einen Marktwert von 20 Millionen Euro besitzt, von Bergamo für eine Gebühr von rund 2,5 Millionen Euro lediglich für die laufende Spielzeit ausgeliehen.