Im S-Bahn-Verkehr (Bild) und im Stadtbahnverkehr wird das Firmenticket immer wichtiger. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Immer mehr Unternehmen ziehen beim Firmenticket mit und fördern die Dauerfahrkarten für ihre Mitarbeiter. Im kompletten Berufsverkehr registrierte der VVS im ersten Halbjahr einen Zuwachs von sechs Prozent.

Stuttgart - Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) hat bei den Verkaufszahlen im ersten Halbjahr erneut zugelegt. In den ersten sechs Monaten wurden in der Region Stuttgart 191,3 Millionen Fahrten mit Bussen und Bahnen unternommen. Das sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 3,8 Millionen Fahrten mehr – ein Plus von zwei Prozent.

Man sei auf „Wachstumskurs“, sagte VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger. Immer mehr Stammkunden nutzten die Angebote. „Besonders das Firmenticket ist dank des Engagements vieler Arbeitgeber auf dem Höhenflug“, sagte Hachenberger. So seien die Fahrten im Berufsverkehr von Januar bis Juni um sechs Prozent gestiegen. Das Firmenticket wird seit drei Jahren zu günstigeren Konditionen angeboten, wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss von mindestens zehn Euro im Monat zahlt. Seit Januar unterstützt auch der Autobauer Daimler das Firmenticket des VVS. „Mittlerweile bezuschussen 620 Unternehmen das Firmenticket ihrer Mitarbeiter“, erklärte Geschäftsführer Horst Stammler. Seit Jahresbeginn ist die Ticketzahl von 72 300 auf 74 900 gestiegen, vor einem Jahr waren es 69 000.

Ausbildungsverkehr legt auch zu

Auch das Seniorenticket wird häufiger gekauft. Im ersten Halbjahr verzeichnete der VVS hier ein Plus von 2,5 Prozent. Der Ausbildungsverkehr hat im Gegensatz zum Vorjahr wieder deutlich zugenommen, um 3,2 Prozent. Dies liege auch am neuen, günstigeren Ausbildungsabo, das nicht nur Azubis erhalten, sondern auch Praktikanten, Volontäre oder junge Leute im Bundesfreiwilligendienst.

Im Segment des Gelegenheitsverkehrs, zu dem Einzel-, Vierer- und Tagestickets zählen, ist es aufgrund von 48 Tagen mit Feinstaubalarm seit Januar zu Verschiebungen gekommen. Die starke Steigerung von knapp 22 Prozent beim Einzelticket führt man beim VVS vor allem darauf zurück, dass Einzeltickets an den Feinstaubalarmtagen zum halben Preis verkauft wurden. Insgesamt fuhren 5,8 Prozent mehr Kunden mit Tickets des Gelegenheitsverkehrs. Dabei lösen immer mehr Fahrgäste ihr Ticket per Handy. 2017 wurden bisher rund drei Millionen mobile Tickets gekauft, das sind stattliche 81 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Insgesamt hat der Verkehrsverbund im ersten Halbjahr rund 257 Millionen Euro eingenommen. Das sind rund 2,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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