Der Verkehr belastet viele Bewohner in Stuttgart – das zeigt unsere Umfrage Heimat-Check. Ralf Thomas, Leiter der Integrierten Verkehrsleitzentrale, muss alle im Blick haben, die auf der Straße unterwegs sind, um den Gesamtverkehr in Stuttgart und der Region zu optimieren.
- Autos, Busse und Bahnen, Fahrradfahrer und selbst Fußgänger, Ralf Thomas, Leiter der Integrierten Verkehrsleitzentrale (IVLZ), muss alle Verkehrsteilnehmer im Blick haben. Die Zentrale steuert unter anderem Ampelschaltungen, beobachtet das Aufkommen rund um Baustellen oder an Park-and-Ride-Plätzen.
Herr Thomas, wie oft müssen sie täglich auf Stuttgarts Gemarkung eingreifen?
An manchen Tagen nur sehr selten, manchmal über 200 mal. Im Durchschnitt landen wir bei ca. 140 Steuerungsmaßnahmen der IVLZ.
Was hat sich in den vergangenen Jahren in Sachen Verkehr verändert?
Wir haben heute sämtliche Verkehrsteilnehmer im Blick. Also nicht nur Autos, Busse und Bahnen, auch Fahrradfahrer und Fußgänger, das wird immer wichtiger. Vor allem in einer sehr engen Großstadt, wo städtebaulich eher weniger Spielraum zur Verfügung steht. Zudem werden wir über eine regionale Mobilitätsplattform verstärkt mit den Städten und Landkreisen rund um Stuttgart kooperieren und so gemeinsam Lösungen für planbare und unplanbare Verkehrsereignisse, wie Baustellen, Veranstaltungen oder Unfälle erarbeiten.
Welche Städte sind dabei?
In den Städten Böblingen, Leonberg, Ditzingen, Fellbach und Waiblingen können aus der neuen regionalen Verkehrsmanagementzentrale heraus Steuerungsstrategien angestoßen werden und in situationsgerechten Ampelschaltungen aufgerufen werden. Auch Informationen über Baustellen sowie freie P+R-Plätze sind verfügbar und stehen den Stadt- und Kreisverwaltungen zur Verfügung. Damit entwickelt sich die Plattform zu einer qualifizierten Austauschplattform für Mobilitätsinformationen auf den Straßen der gesamten Region. Das ist wichtig, denn Verkehr hört an den Stadtgrenzen nicht auf.