Die Jugendräte fordern einstimmig mehr Sicherheit am Zebrastreifen in der Strümpfelbacher Straße Foto: Kuhn

Der Zebrastreifen in der Strümpfelbacher Straße ist ein Gefahrenherd, auch weil vor dem Überweg oft Fahrzeuge illegal parken. Der Jugendrat fordert Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit.

Untertürkheim - Viele Jugendräte der Oberen Neckarvororte kennen die Gefahrenstelle aus eigener Erfahrung: den Fußgängerüberweg an der Ecke Strümpfelbacher Straße/ Kelterplatz. Für junge und erwachsene Besucher des Kindertreffs, des Kulturhauses und der Stadtteilbibliothek soll der Zebrastreifen eine sichere Furt über die stark befahrene Strümpfelbacher Straße sein. Die Wirklichkeit sieht oft anders aus. Autofahrer geben – trotz Geschwindigkeitslimit und der Steigung – vor dem Kelterplatz oft Gas. Sie haben dabei meistens die Fahrzeuge, die vom Kelterplatz in die Strümpfelbacher Straße einbiegen wollen, im Blick. Die am Zebrastreifen wartenden Fußgänger werden oft nicht oder erst spät wahrgenommen. Vor allem, wenn vor dem Fußgängerüberweg noch geparkt wird. „Kleineren Kindern und Jugendlichen wird durch die parkenden Fahrzeuge die Sicht auf die herannahenden Autos versperrt“, beschreibt Jugendrätin Angeliki Theodoridou die Situation. Ähnlich ergeht es den Autofahrern. Sie können die Kinder erst erkennen, wenn diese hinter dem abgestellten Auto hervortreten. Momentan wurde wegen der Hauptsaison in der städtischen Brennerei ein Parkverbotsschild aufgestellt, das auch meist beachtet wird. „Aber normalerweise wird dort regelmäßig geparkt und der Abstand zum Fußgängerweg missachtet. Die Stelle ist ein Gefahrenherd“, stimmte CDU-Bezirksbeirat Klaus-Dieter Warth der Jugendrätin zu. Einstimmig bitten die Jugendräte um eine Verbesserung der Situation. „Wir wünschen uns, dass mehrere Lösungsvorschläge geprüft werden,“ so Theodoridou. Die Nachwuchspolitiker denken dabei an Poller, Schilder mit der Aufschrift „Achtung Kinder“ oder bauliche Maßnahmen.

Zwei Ortsbegehungen

SPD-Bezirksbeirat Werner Feinauer erinnerte an mehrfach gestellte Anträge des Bezirksbeirats. Noch während seiner aktiven Zeit hatte SÖS-Bezirksbeirat Peter Luz den Bau einer Gehwegnase gefordert. Die Idee wurde von der Stadtverwaltung mehrfach abgelehnt. „Wir haben uns zu zwei Ortsbegehungen getroffen. Die Stuttgarter Straßenbahnen lehnten die Gehwegnase zunächst ab, weil ihre Busse sonst Probleme bekommen, wenn sie während des Kelterfestes über den Kelterplatz fahren müssen“, berichtet Luz. Bei einem erneuten Gespräch schien eine Lösung gefunden, aber die Umsetzung lasse auf sich warten. „Die Kreuzung ist ein Teil des neuen Verkehrskonzepts. Bis Klarheit über den Ausbau der Strümpfelbacher Straße herrscht, wird es keine bauliche Veränderung geben“, sagt Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel. „Aber vielleicht kann die Stadt eine einfache Lösung kurzfristig herbeiführen“, wünscht sich Theodoridou.

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