Die Aufenthaltsqualität rund um den Qbus soll verbessert werden. Foto: Roberto Bulgrin

Bis Ende Juli möchte die Stadt Esslingen das Umfeld rund um den Qbus attraktiver machen. Dafür muss eine Fahrspur der Berliner Straße geopfert werden. Vom 1. März an fällt die separat geführte Rechtsabbiegespur vom ZOB her weg.

Eine der Hauptverkehrsadern in Esslingen wird zur Ader gelassen: Im Zuge der Bauarbeiten rund um den Qbus verliert die Berliner Straße eine Fahrspur. Durch die Maßnahme fällt von diesem Mittwoch an laut Marcel Meier aus dem Büro von Oberbürgermeister Matthias Klopfer die Rechtsabbiegespur vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) aus weg. Als Ersatz werde eine gemeinsame Geradeaus- und Rechtsabbiegespur eingerichtet. Verkehrsbeeinträchtigungen werden nicht befürchtet.

 

Herzinfarkte bei Autofahrern und Verkehrsinfarkte in der Innenstadt drohen laut Stadt Esslingen nicht. „Entsprechende Prüfungen haben ergeben, dass der Wegfall einer Fahrspur an dieser Stelle keinerlei Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der dortigen Verkehrsströme hat“, teilt Marcel Meier mit. Vom ZOB her gebe es auf der Berliner Straße an der Kreuzung zur Martinstraße künftig eine gemeinsame Geradeaus- und Rechtsabbiegespur. In Richtung ZOB zweige vor der Fußgängerampel auf Höhe des Einkaufszentrums ES eine eigene Busspur von der Fahrspur der Berliner Straße ab.

Ampel wird umgerüstet

Von diesem Mittwoch an könne es aber kurzfristig zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Denn: „Nach der Reduzierung um eine Fahrspur und der Einrichtung der Geradeaus- und Rechtsabbiegespur in der Berliner Straße muss auch die Ampelanlage an der Kreuzung von Berliner Straße und Martinstraße entsprechend umgerüstet und außer Betrieb genommen werden.“ Diese Arbeiten könnten voraussichtlich innerhalb eines Tages erledigt werden. Zudem würde die Maßnahme nicht während der Hauptverkehrszeit ausgeführt. Während die Ampel außer Betrieb ist, so die Stadt Esslingen, wird der Verkehr durch die bereits vorhandenen Schilder und die allgemeinen Verkehrsvorschriften geregelt. Fahrzeuge auf der Berliner Straße hätten dabei Vorfahrt. Diese Verkehrsführung bleibe auch nach Fertigstellung der Berliner Straße im Wesentlichen so bestehen. In der Martinstraße und in der Fleischmannstraße seien keine Verkehrsauswirkungen zu befürchten.

Vom Rückbau der Fahrspur an der Berliner Straße erhofft sich die Stadt Esslingen mehr Aufenthaltsqualität rund um das neue Wohn- und Geschäftszentrum Qbus. Auf den frei werdenden Flächen soll Raum für eine Außengastronomie, barrierefreien Fußverkehr und Grünflächen gewonnen werden. Das Zusammenspiel und das Zusammenwachsen von Innen- und Weststadt solle so zudem gestärkt werden.

Insgesamt investiert die Stadt nach eigenen Angaben ungefähr 1,4 Millionen Euro in die Aufwertung des öffentlichen Raums rund um den QBus. Weite Teile der Flächen in dem Zentrum sind bereits vergeben, ein Supermarkt hat schon geöffnet.

Arbeiten bis Ende Juli

Seit dem Start im Januar erstreckt sich das Baufeld laut Stadt zunächst auf die nördliche Hälfte der Berliner Straße. Der Eingang zum Rewe aus südlicher Richtung bleibe erreichbar. Fußgänger müssten auf den gegenüberliegenden Gehweg ausweichen. Im Mai ziehe das Baufeld auf die südliche Hälfte der Berliner Straße weiter. Die fertiggestellten Flächen auf der Nordseite könnten dann genutzt werden. Die gesamte Baumaßnahme soll Ende Juli abgeschlossen werden.