Der Ausbau der A 81 steht nur auf Platz sechs der prioritätenliste Foto: Leif Piechowski

Verkehrsminister legt Prioritätenliste für Straßenbau vor – Bei Autobahnen könnte es bis 2028 nur vier neue Projekte geben.

Stuttgart - Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat am Mittwoch seine Schwerpunkte für den Straßenbau vorgestellt. Beim Ausbau der Autobahnen steht auf der Prioritätenliste des Landes an erster Stelle die A 5 zwischen Heidelberg und Schwetzingen. Auf Platz fünf ist der sechsspurige Ausbau der B 27 zwischen Aich und Echterdingen aufgeführt, da diese Bundesstraße dann autobahnähnliche Züge hätte. Auf Platz sechs folgt der Ausbau der A 81 zwischen Ludwigsburg und Zuffenhausen.

Sollte der Bund weiterhin jährlich 230 Millionen Euro für die Bundesfernstraßen bereitstellen, könnten die ersten zwölf Projekte der Liste in den nächsten 15 Jahren realisiert werden. Dazu zählt in der Region Stuttgart noch die A 81 zwischen Sindelfingen und Böblingen. Fließen aus Berlin aber – wie es die mittelfristige Finanzplanung vorsieht – nur noch 120 Millionen, wären allein die ersten vier Projekte auf der Liste sicher. Außerhalb der Liste führt Hermann als „wichtiges Projekt“ den schon lange gewünschten neuen Albaufstieg der A 8 an. Da der Albaufstieg mit 467 Millionen Euro mit Abstand das teuerste Vorhaben wäre, müssen Bund und Land eine gesonderte Finanzierungslösung finden.

Bei den Bundesstraßen können beim Ausbau in den nächsten 15 Jahren maximal neun Projekte gefördert werden. Eben auf jenem neunten Platz steht mit der B 10 zwischen Schwieberdingen und Zuffenhausen die einzige Straße aus der Region Stuttgart. Beim Neubau sieht es besser aus: Hier sind die B 10 (Gingen-Geislingen und Verlegung in Enzweihingen) sowie die B 14 (Ortsumfahrung Oppenweiler) unter den Top 5 gelistet.

Bei den Landesstraßen hat Hermann von den ursprünglich angemeldeten 734 Bauvorhaben für die nächsten zehn Jahre noch 123 Projekte übrig gelassen. Mehr kann das Land in diesem Zeitraum nicht finanzieren.

Hier finden Sie die Übersicht über die Autobahn- und Bundesstraßen-Projekte, wie sie das Land nun priorisiert hat. Reicht der grüne Balken am rechten Rande bis zum entsprechenden Projekt, besteht die Hoffnung, dass das Projekt irgendwann zwischen 2015 und 2030 realisiert wird, weil so viel Geld im Schnitt in den letzten Jahren nach Baden-Württemberg floss. Wenn die mittelfristige Finanzplanung des Bundes wahr würde, gäbe es nur noch etwas mehr als die Hälfte der Mittel, dann zählte der rote Balken rechts.

Hier finden Sie die Übersicht, welche Landesstraßen-Projekte das Land in den nächsten 10 Jahren in Angriff nehmen bzw. finanzieren will. Wird so viel wie bisher ausgegeben, sind alle finanziert. Reihenfolge zählt, wobei man Neubau und Ausbau getrennt sehen muss, das läuft parallel.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: