Im Sindelfinger Osten wird eine wichtige Verbindung Richtung Böblingen und Autobahn wieder geöffnet. Welche weiteren Änderungen im Verkehrskonzept geplant sind.
Im Laufe des Donnerstag, 27. November, wird die Leibnizstraße in Sindelfingen wieder für den Verkehr freigegeben. Die Straße ist unter anderem für Böblinger, die im Sindelfinger Osten einkaufen wollen, wichtig. Davor hatte es an der Stelle sowie der benachbarten Kreuzung am Peter-Schaufler-Platz immer wieder Sperrungen gegeben. Denn die Stadt Sindelfingen hat die Kreuzung über ein Jahr lang zu einem Turbo-Kreisverkehr ausgebaut, um die nach dem Ausbau der A 81 erwartbar anwachsenden Verkehrsströme auszuhalten. Zudem sperrt die Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) seit Ende Mai die Leibnizstraße und die dortige Unterführung.
Die Deges hat in der Leibnizstraße das Unterführungsbauwerk der Autobahn erneuert. Das alte Bauwerk hatte erstens in den vergangenen Jahren Schäden davongetragen – andererseits war es nicht dazu geeignet, die neue, breitere Autobahn aufzunehmen. Die wird gerade zwischen den Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb auf sechs Spuren erweitert.
Autobahn-Anschlüsse ändern sich
Da im Zuge des Ausbaus auch die Anschlussstellen verändert werden, verändert sich der Verkehrsfluss. So wird der Anschluss Sindelfingen-Ost auf ein Minimum reduziert. Hintergrund ist, dass es nach heutigen Vorgaben der Autobahn nicht zwei benachbarte Anschlussstellen geben darf, die sogenannte Vollanschlüsse sind. An der Auffahrt Sindelfingen-Ost wird nach Ende der Ausbauarbeiten nur noch die Auf- und Abfahrt nach und von Stuttgart möglich sein.
Im Gegenzug wird die Anschlussstelle Böblingen-Ost zum Vollanschluss umgebaut. Hier waren bis zum Beginn der Umbauten nur die Auffahrt Richtung Stuttgart und die Abfahrt aus Stuttgart möglich. Mutmaßlich ab Ende kommenden Jahres soll man von Böblingen-Ost aus auch in Richtung Singen auffahren und aus Richtung Singen abfahren können.
Baustellenausfahrt bleibt
Das hat Auswirkungen auf den Verkehr im Osten Sindelfingens. So muss nämlich die neue Anschlussstelle mit einem Durchstich an das Sindelfinger Straßennetz angeschlossen werden. Das passiert derzeit, braucht aber noch Zeit. Unter anderem muss die Stadt noch ihre Ampeln installieren.
Auch der Turbo-Kreisverkehr gehört zu dem neuen Verkehrskonzept, denn als Zubringer zur Autobahn muss die sogenannte Hofmeister-Kreuzung am Peter-Schaufler-Platz deutlich mehr Verkehr aufnehmen. Eine herkömmliche Kreuzung mit Ampeln wird da schnell zum Flaschenhals. In dem Kreisverkehr fahren die Autos zweispurig – ähnlich wie an den beiden Kreisverkehren in der Wolfgang-Brumme-Allee in Böblingen. So soll die Staugefahr reduziert werden.
Während der Kreisverkehr der Stadt schon seit Ende September freigegeben ist, konnte die Ausfahrt in die Leibnizstraße bisher nicht genutzt werden. Im Laufe des Donnerstagabends soll sich das ändern. Dann sind die Arbeiten der Deges abgeschlossen und nach und nach werden die Verkehrsbaken entfernt. Spätestens ab Freitagmorgen soll der Verkehr dann garantiert wieder ungestört fließen, heißt es von der Deges. Nur mit der Baustelleneinfahrt an der Unterführung müssen sich die Verkehrsteilnehmenden weiterhin arrangieren. Die wird für den Bau des Goldberg-Tunnels noch gebraucht.