Der Bezirksbeirat Mühlhausen hofft auf eine Verlängerung der Buslinie 54. Foto: Archiv

Der Bezirksbeirat Mühlhausen möchte, dass die Buslinie 54 über Neugereut nach Fellbach-Schmiden verlängert wird.

Mühlhausen - Vertreter der SSB haben im Bezirksbeirat Mühlhausen auf einen fraktionsübergreifenden Antrag aus dem Jahr 2020geantwortet. Dabei ging es auch um eine mögliche Verlängerung der Buslinie 54. Seit mehr als einem Jahrzehnt hat der Bezirksbeirat Mühlhausen immer wieder entsprechende Vorstöße für die Weiterführung bis nach Schmiden unternommen.

Zuletzt hatte das Gremium 2020 einem fraktionsübergreifenden Antragmehrheitlich zugestimmt. Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD, FDP, Freie Wähler, die Fraktionsgemeinschaft Linke, SÖS, Piraten und Tierschutzpartei haben sich für diese Forderung zusammengeschlossen. Die Antragssteller verweisen darauf, dass die SSB bereits vor etwa drei Jahren entsprechende Überlegungen angestellthatte. Im Nahverkehrsplan ist ebenfalls darauf verwiesen worden, dass die bereits skizzierte Erweiterung des Stadtbahnnetzes bis Fellbach-Schmiden sich im Betrachtungszeitraum noch nicht umsetzen lasse. Deshalb solle untersucht werden, ob sich nicht ein Busverkehr im Sinne eines Vorlaufbetriebs sinnvoll machen ließe. Dieser könne zweckmäßigerweise aus der bestehenden Buslinie 54 heraus entwickelt werden.

Auch im Nahverkehrsplan erwähnt

Die Vertreter der SSB sind nun zu dem Ergebnis gekommen, aufgrund einer Modellierung verschiedener Alternativen, dass eine Umsetzung nicht empfohlen wird. Der Bezirksbeirat Mühlhausen war mit der Aussage nicht zufrieden und diskutierte mit den SSB-Vertretern. Melih Göksu (Grüne) verwies darauf, dass sie jetzt ein Jahr auf die Antwort gewartet habe und dass dem Bezirksbeirat das Thema auf den Nägeln brenne. Johannes Jäger (SPD) erklärte, dies sei schon vor 20 Jahren beantragt worden. Dass es Bedenken wegen der Hauptverkehrszeit gebe, könne er verstehen, aber nicht außerhalb der Hauptverkehrszeit. Er war der Auffassung, dass sich die Linien auch ohne einen zusätzlichen Bus verbinden lassen.

Oft Beschwerden wegen Ausfall der Linie 54

Monika Kurfeß (CDU) verwies auf die Sportplätze in Steinhaldenfeld und fragte, ob mögliche Fahrgäste von und zu diesen Plätzen auch mit eingeflossen seien. Die SSB war der Meinung, dass ein Fahrzeug mehr notwendig sei. Rainer Hellmann (CDU) erklärte, dass es oft Beschwerden gebe, weil die Linie 54 ausfalle. Das nahmen die SSB-Vertreter mit auf.

SPD-Beirat Johannes Jäger schlug vor, die Strecke von der SSB selbst zu übernehmen statt von einem privaten Auftragnehmer – das spare Kosten. SPD-Stadträtin Jasmin Meergans verwies darauf, dass die SPD dies im Nahverkehrsplan beantragt habe. Melih Göksu gab seine Befürchtung zu bedenken, wenn die Stellungnahme der SSB negativ sei, dass es dann auch der Gemeinderat ablehnen werde. Die Vertreter der SSB empfahlen angesichts der Situation, mehr Druck über den Gemeinderat zu erzeugen und den Stadträten zu sagen, dass sie es anders geprüft haben wollen.

Bei den weiteren Fragen ging es um die Lärmbelästigung der Anwohner durch die Stadtbahnen etwa bei der Hofener Brücke. Dafür waren die SSB-Vertreter jedoch nicht zuständig. Auch hier zeigte sich der Bezirksbeirat enttäuscht, dass es keine ausführlichen Antworten gab. Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann erklärte, dass er sich um dieses Thema nochmals kümmern möchte.