Jeden freien Zentimeter ausgenutzt: Auf dem Feldweg nördlich der Firma Wittenstein parken die Autos dicht an dicht. Foto: her

Weil es rund um den Bahnhof und beim künftigen Schwabenlandtower an Stellflächen fehlt, denkt die Stadt Fellbach über gebühren-pflichtiges Parkkonzept nach. Ob auch in Einkaufsstraßen bei der Kundschaft kassiert wird, ist bisher noch völlig offen

Fellbach - Wer sein Auto am Straßenrand abstellen will, wird in Fellbach bisher nur am Bahnhof zur Kasse gebeten. Das könnte sich ändern. Wegen des steigenden Parkdrucks denkt das Fellbacher Rathaus auch in anderen Bereichen über kostenpflichtige Parkplätze nach; als besonders kritische Zonen gelten neben dem Bahnhofsumfeld auch der Bereich um den Schwabenlandtower und die bei Veranstaltungen oft zugeparkten Wohnstraßen rund um die Alte Kelter.

Entschieden ist über das Thema noch nicht

Auch für die Esslinger Straße, für viele Pendler für den Umstieg in die Stadtbahn attraktiv, ist offenbar eine Parkraumbewirtschaftung im Gespräch. „Wir werden wohl an einen Punkt kommen, wo es weh tut“, erklärte die Fellbacher Baubürgermeisterin Beatrice Soltys jetzt bei der Mitgliederversammlung des Stadtmarketing-Vereins die Überlegungen. Entschieden ist über das Thema noch nicht, aktuell werden erst Daten für ein Parkkonzept erhoben. Ob es in Einkaufsstraßen bei der Parkscheibe bleibt oder bei der Kundschaft kassiert wird, ist bisher völlig offen. Allerdings will die Stadt laut Rathaussprecherin Sabine Laartz die Parkplatzfrage noch im April auf die Tagesordnung des Gemeinderats setzen.

Der Verzicht auf Parkgebühren war unter der Regie des früheren Oberbürgermeisters Christoph Palm 2001 beschlossen worden

Bisher stehen Ticketautomaten nur in der Schaflandstraße, auch in der Philipp-Reis-Straße wird bei Pendlern die Hand aufgehalten. In allen anderen Straßenzügen bleibt der Bürger von Attacken auf den Geldbeutel verschont. Seit die Stadt die einst auch unterm Kappelberg üblichen Parkuhren ausgemustert hat, gilt in vielen Innenstadt-Zonen eine großzügige Parkscheibenregelung. In Randbereichen oder Wohngebieten aber kann die Stellfläche am Straßenrand in der Regel uneingeschränkt genutzt werden. Der Verzicht auf Parkgebühren war unter der Regie des früheren Oberbürgermeisters Christoph Palm 2001 beschlossen worden. Gefeiert wurde das Fellbacher Modell seinerzeit als lokales Förderprogramm für den Einzelhandel.

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