Reisende aus Risikogebieten müssen nach der Rückkehr aus Risikogebieten in Quarantäne. Foto: imago images/Friedrich Stark

Auf den Autobahnen und Schnellstraßen in Deutschland wird es laut ADAC über Weihnachten deutlich ruhiger zugehen, als noch in den Jahren davor. Grund dafür ist die Corona-Pandemie.

Stuttgart - Keine Frage – Weihnachten fällt in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie anders aus und stellt viele Leute vor Herausforderungen. Auf den Straßen rechnet der ADAC angesichts der coronabedingten Einschränkungen an den Weihnachtstagen derweil mit deutlich weniger Verkehr als in den vergangenen Jahren. Zwar sind der Lockdown und die Ausgangsbeschränkungen zwischen dem 24. und 26. Dezember von der Regierung etwas gelockert worden, dennoch geht der Verkehrsclub davon aus, dass die Staugefahr auf den Autobahnen der Republik gering sein wird.

„Trotz der Beschränkungen werden die Straßen voraussichtlich nicht vollständig leer sein. Anders als Fahrten ins Ausland bleiben Verwandtenbesuche fast überall erlaubt. Ausflüge in die Naherholungsgebiete sind – abgesehen von einzelnen Hotspots – prinzipiell nicht verboten. Die Regierungen von Bund und Ländern raten allerdings dazu, auf Reisen und Ausflüge generell zu verzichten“, heißt es in einer Pressemitteilung des ADAC weiter.

Weniger Ski-Urlauber unterwegs

Auch geht man davon aus, dass in diesem Jahr weniger Menschen üblicherweise am zweiten Weihnachtsfeiertag in den Ski-Urlaub starten. Auf den Fernstraßen werde es dadurch laut ADAC deutlich ruhiger zugehen. Wer dennoch unterwegs ist, wird den ein oder anderen Lastwagen über 7,5 Tonnen zu sehen bekommen – denn: In Baden-Württemberg , Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen dürfen Lkw sogar an den Sonn- und Feiertagen rollen.

Allerdings sollten sich Reisende auf Behinderungen durch die Jahreszeit gefasst machen. „Auf plötzlich auftretende Nebelfelder, überfrierende Nässe und Schneeglätte müssen sich Autofahrer jetzt jederzeit gefasst machen. Sind die Straßen glatt, ist die Staugefahr ungleich höher“, so der ADAC.

Auch im Ausland rechnet man aufgrund von Corona mit weniger Verkehr auf den Straßen. Zwar sind die Grenzen prinzipiell offen – die Ein- oder Ausreise ist jedoch teilweise mit Einschränkungen beziehungsweise Quarantänepflicht verbunden. Wer zum Beispiel aus einem Risikogebiet zurück nach Deutschland kehrt, muss zwingend eine zehntägige Quarantäne einhalten. Diese kann nur mit einem negativen Corona-Test verkürzt werden. An den Grenzen kann es zudem zu längeren Wartezeiten kommen – auch müssen die Reisenden laut ADAC mit Personenkontrollen rechnen. Touristische Reisen seien entweder verboten oder unerwünscht.

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