Bei der Frage, wie es mit dem Krankenhausareal weitergeht, schalten sich Bürger ein. Foto: Stefanie Schlecht/sts

Nachdem die Suche nach einem Investor gescheitert ist, schalten sich Böblinger Bürger ein. Ihre Petition richtet sich an Landrat und Kreistag. Das Land hat offenbar 52 Millionen Euro geboten, um das Gelände für eine Erstaufnahmeeinrichtung zu nutzen.

Eine Petition fordert Landrat Roland Bernhard und den Kreistag auf, der Stadt das Krankenhausareal an der Waldburg zu einem fairen Preis zu verkaufen. Initiiert haben sie Karl-Heinz Frank, Vorstand des FDP-Stadtverbands Böblingen, der ehemalige FDP-Stadtrat Helmut Kurtz, der Feuerwehrkommandant Thomas Frech und Max Nowak, der das Reformhaus Klett führt. Bis Ende des Monats wollen sie 5000 Unterschriften sammeln.

 

Die Suche von Stadt und Kreis nach einem Investor, der auf dem Areal einen Technologie-Campus errichtet, ist gescheitert. Jetzt stellt sich die Frage, an wen der Kreis als Eigentümer das Filetstück verkauft. Die Stadt will ein Angebot machen. Allerdings könnte sie mit dem Land Baden-Württemberg konkurrieren, das offenbar bereit wäre, 52 Millionen Euro für das Gelände zu zahlen, um es für eine Erstaufnahmeeinrichtung zu nutzen. Eine Summe, die für die Stadt wohl nicht infrage käme. Doch der Verlust des Grundstücks hätte bedeutende negative Auswirkungen, befürchten die Petitenten. Sie erinnern daran, dass die Stadt das Gelände einst dem Kreis zur Verfügung stellte und auf dem Flugfeld ebenfalls Grundstücke für die Flugfeldklinik abgab. „Mit den Unterschriften der Bürger wollen wir die Stadt in eine bessere Verhandlungsposition bringen“, sagt Frank.

Unterschriften Zu finden ist die Petition unter: https://www.openpetition.de/bdqgs