Die GDL will unter anderem das gesamte Zugpersonal den Lokführern gleichstellen. Foto: dpa

Es geht um insgesamt 150 000 Beschäftigte in Deutschland: Vor der zweiten Verhandlungsrunde mit der Deutschen Bahn AG hat die Lokführergewerkschaft GDL zusätzliche Tarifforderungen erhoben.

Frankfurt/Main - Vor der zweiten Verhandlungsrunde mit der Deutschen Bahn AG hat die Lokführergewerkschaft GDL zusätzliche Tarifforderungen erhoben. Darunter seien „längst überfällige Regelungen“, sagte ein GDL-Sprecher am Montag in Frankfurt. Ohne einen Nachwuchskräfte-Tarifvertrag werde es keinen Abschluss geben, drohte die Gewerkschaft vor dem für Dienstag in Frankfurt angesetzten Treffen. Dort soll insbesondere die Fahrtkostenerstattung für angehende Lokführer geregelt werden.

Zudem will die GDL das gesamte Zugpersonal den Lokführern gleichstellen, wenn es um Schutzvorschriften bei einer dauerhaften Dienstunfähigkeit geht.

4,0 Prozent mehr Geld gefordert

Die Tarifrunde hatte vor zwei Wochen begonnen, als die GDL zunächst ihre Forderungen nach 4,0 Prozent mehr Geld und verbesserten Arbeitsbedingungen etwa bei Schichtrhythmen und planbarer Arbeitszeit vorgestellt hatte. GDL-Chef Claus Weselsky hatte dabei den Vorrang der Arbeitszeitregelungen betont. Bahn-Vorstand Ulrich Weber hat für die Runde in Frankfurt ein erstes Angebot angekündigt.

Die Bahn verhandelt wie in der vorherigen Runde parallel mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Insgesamt geht es um 150 000 Beschäftigte der Bahn in Deutschland.

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