Seit September 2022 wird die Aktie von Porsche an der Börse notiert. Der Vorstand erhält dafür einen Sonderbonus. Foto: dpa/Marijan Murat

Der Geschäftsbericht zeigt, wie die Vorstandsmitglieder bei Porsche in den kommenden drei Jahren am Erfolg des Börsengangs beteiligt werden.

Der erfolgreiche Börsengang von Porsche zahlt sich für die Vorstandsmitglieder in einem Sonderbonus aus. Aus dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht des Stuttgarter Sportwagenherstellers geht hervor, dass die Vorstände in den kommenden drei Jahren mit drei Zahlungen rechnen können, die sich aus sogenannten virtuellen Aktien berechnen und abhängig vom Kurs der Aktie und den Dividenden sind. Dabei sind die Boni nach oben und unten gedeckelt. Vorstandschef Oliver Blume kann nach Unternehmensangaben maximal mit einer Sonderprämie von rund 2,3 Millionen Euro für den Börsengang rechnen, die übrigen Vorstandsmitglieder mit höchstens 1,3 Millionen Euro.

 

Die Mitarbeiter bekamen einen Sonderbonus von 3000 Euro

Die Porsche AG war nach jahrelangen Vorbereitungen am 29. September 2022 an die Börse gegangen und wenige Wochen später in den Dax aufgerückt. Die 37 000 Mitarbeiter wurden dafür mit einem 3000-Euro-Bonus belohnt, Führungskräfte profitierten teils mit fünf- bis sechsstelligen Summen. Für die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus dem virtuellen Aktienprogramm eine Mindestsumme von 600 000 Euro, bei Blume sind es mindestens 1,1 Millionen.

Auch die Gesamtvergütung der Vorstände für 2022 ist dem Geschäftsbericht zu entnehmen – außer bei Oliver Blume. Da er seit September 2022 die beiden Konzerne Porsche und Volkswagen in Personalunion führt, werden seine Bezüge von VW veröffentlicht. Beim Wolfsburger Konzern steht am Dienstag die Jahrespressekonferenz an. Für den zweiten Mann bei Porsche, den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Lutz Meschke, weist Porsche in 2022 eine Gesamtvergütung von 3,37 Millionen Euro aus. Die anderen Vorstandsmitglieder erhalten bis zu rund 2,8 Millionen Euro, wobei den größeren Teil der Summe erfolgsabhängige Zahlungen ausmachen.