Große Ambitionen: 30 Männer und Frauen haben in Marbach einen Förderverein für Kirchenmusik gegründet. Foto: Cornelia Ohst

30 Interessierte haben sich in Marbach zusammengetan, um einen Förderverein zu gründen, der die musikalischen Aktivitäten rund um die Kirchenmusik finanziell sicher und planbar machen soll.

Nun ist es vollbracht. Die evangelische Kirchengemeinde Marbach hat seit Mittwochabend auch einen Förderverein Evangelische Kirchenmusik sowie ein Vorstandsteam, das an dem Abend von der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung gewählt wurde. Dekan Ekkehard Graf nannte die Versammlung eine historische Sternstunde und begrüßte kraft Amtes die zahlreichen Anwesenden.

 

Dass die Stimmung unter den neuen Vereinsmitgliedern nicht allein wegen der musikalisch-dynamischen Begrüßung am Klavier, die Kantor Andreas Willberg zu Gehör brachte, fühlbar gut war, ist vermutlich auch dessen persönlicher Dynamik zu verdanken. Willberg steht in dem Ruf etwas zu bewegen. „Da mache ich gerne mit, bei einem so engagierten wie sympathischen Kantor“, sagte etwa Eva Leibold, die sich für das Amt als Rechnerin zur Wahl stellte. Auch bei den anderen Gästen war diese Stimmung festzustellen.

Das Ziel sind ansprechende Angebote

Andreas Willberg verdeutlichte zu Beginn der Versammlung auch die Zielsetzung, die mit der Vereinsgründung in Zusammenhang stehe: „Der Förderverein dient dem Zusammenhalt wie der Planbarkeit unserer musikalischen Arbeit. Denn es geht immer auch darum, wie man mit welchen Mitteln umgehen kann, um ansprechende kirchenmusikalische Angebote zu machen, die die Menschen zusammenbringt“. Von Interesse war auch die Vereinssatzung, die an alle Anwesenden ausgegeben worden war. Auszugsweise erörterte der Kantor die wichtigsten Paragrafen daraus.

Weitere Vorstandsposten sind denkbar

Da sich der Förderverein unter dem Dach der Landeskirche einordnet, arbeitet dieser auch nach kirchlichem Recht und nicht etwa als eingetragener Verein, wie allgemein üblich bei Vereinsgründungen. Eine entsprechende Mustersatzung lag vor. Diese besagt unter anderem, dass sich der Vorstand – bevor es überhaupt zur Wahl kommt –bereits aus zwei Mitgliedern zusammensetzt: ein vom Kirchengemeinderat aus seiner Mitte gewähltes Mitglied – das ist aktuell Ralf Schäfer – und eine Person, die in der Kirchengemeinde für die Kirchenmusik verantwortlich ist. In diesem Fall Andreas Willberg. Weitere vier Vorstandsposten sind laut Satzung denkbar. Allerdings hatten sich nur drei Personen für dieses Amt zur Wahl gestellt, die an dem Abend mit einheitlicher Stimmenzahl gewählt wurden. Außer der bereits erwähnten Eva Leibold als Rechnerin, die übrigens auch sonst den Zahlen zugeneigt ist, da sie als Assistentin der Gemeindeleitung bei der evangelischen Kirchengemeinde angestellt ist, wo sie sich schwerpunktmäßig mit Personalfragen, Finanzen und Liegenschaften auseinandersetzt, wurden Jutta Bass, Matthias Collmer und Susanne Gaiser in den Fördervereinsvorstand gewählt. Alle Genannten nahmen die Wahl an. Beim anschließenden Ständerling wurde die erfolgreiche Vereins-Gründung erst einmal gebührend gefeiert.

Der Vorstand wird von 2026 an, im Rhythmus von drei Jahren gewählt. Analog zu den Kirchengemeinderatswahlen, da das Gremium schließlich ein Mitglied verpflichtend in den Förderverein entsendet.