Das Breuningerland in Ludwigsburg darf diesen Sonntag die Läden öffnen – ein letztes Mal. Foto: factum/Granville

Das Hin und Her ist beendet: Das Breuningerland in Ludwigsburg darf an diesem Sonntag die Läden öffnen, auch die begleitende Oldtimerschau findet statt. Die Gewerkschaft Verdi wollte dies unbedingt verhindern, verzichtet aber überraschend auf einen Eilantrag.

Ludwigsburg - Am Freitagnachmittag steht es dann endlich fest: Der verkaufsoffene Sonntag an diesem Wochenende bei Ikea und Breuningerland in Ludwigsburg darf stattfinden. Denn die Gewerkschaft Verdi hat überraschend umgeschwenkt und beschlossen, doch keinen Eilantrag gegen die Veranstaltung beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) zu stellen. „Wir haben uns schweren Herzens dagegen entschieden“, erklärt der Bezirkschef Cuno Brune-Hägele, der noch am Donnerstag wild entschlossen war, den Shoppingsonntag auf dem Tammerfeld zu verhindern.

Doch nach Rücksprache mit Anwälten war Verdi die Rechtslage wohl doch zu unsicher. „Das gefällt uns nicht“, sagt Brune-Hägele. „Aber wir achten Recht und Gesetz.“ Damit dürfen die Läden am Sonntag von 13 bis 18 Uhr öffnen, auch die begleitende Oldtimer-Ausstellung auf dem Breuningerland-Parkplatz kann stattfinden. Es wird indes aller Voraussicht nach der letzte Sonntagsverkauf dort sein. Generell gelten für verkaufsoffene Sonntage strenge Regeln, und der Verwaltungsgerichtshof hat in der vergangenen Woche entschieden, dass die Veranstaltung in dieser Form von der Stadt Ludwigsburg nicht mehr genehmigt werden darf. Weil dort nicht die Oldtimerschau, sondern das Shopping im Vordergrund stehe – und das ist nicht erlaubt.

Verdi hat gewonnen – aber nicht auf ganzer Linie

Fraglich war nach dem Urteil nur noch, ob das Verbot bereits für den Shoppingsonntag am 7. April gilt. Die Stadt und Breuningerland wollten diesen nicht streichen, weil bereits viel Geld in die Vorbereitung geflossen ist und kaum Zeit für eine geordnete Absage blieb. Dass Verdi das nun akzeptiert, hat aber einen anderen Grund. Das VGH-Urteil wird erst in vier Wochen rechtskräftig. Vor diesem Hintergrund waren wohl auch die Verdi-Anwälte von den Erfolgsaussichten eines Eilantrags nicht mehr überzeugt.

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