Die ICE-Strecke zwischen Mannheim und Stuttgart ist sieben Wochen lang gesperrt. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Die ICE-Strecke zwischen Stuttgart und Mannheim ist von 17. April bis 6. Juni gesperrt. Zahlreiche Züge entfallen oder haben längere Fahrzeiten. Betroffen sind auch Regionalverbindungen.

Die Deutsche Bahn sperrt die Schnellfahrstrecke zwischen Stuttgart und Mannheim für sieben Wochen. Zwischen dem 17. April und dem 6. Juni geht auf der viel befahrenen Rennstrecke nicht mehr viel. Wie im Herbst des vergangenen Jahres bekannt geworden, muss der gut 6,8 Kilometer lange Freudensteintunnel bei Knittlingen (Enzkreis) saniert werden.

 

Für Züge zwischen Stuttgart und Mannheim bedeutet das entweder eine deutlich längere Fahrzeit oder dass die Verbindung gänzlich entfällt. Die Bahn hat am Montag präzisiert, wie der Fahrplan während der Bauphase aussehen wird.

  • ICE Linie 11 Berlin-München: diese Züge werden umgeleitet und sind zwischen Mannheim und Stuttgart rund 40 Minuten länger unterwegs als bei einer Fahrt über die Hochgeschwindigkeitsstrecke.
  • ICE-Linie 22 Hamburg-Kassel-Frankfurt-Stuttgart: Die Züge dieser Linie beginnen und enden während der Fahrzeit in Mannheim. Die Teilstrecke von und nach Stuttgart entfällt.
  • ICE Linie 42 Hamburg-Köln-Frankfurt-Stuttgart: auch diese Züge werden umgeleitet mit einer Verlängerung der Fahrzeit um 40 Minuten zwischen Stuttgart und Mannheim.
  • ICE-Linie 47 Dortmund-Frankfurt-München: diese Züge entfallen auf ihrer gesamten Strecke.
  • Die ICE-Verbindungen zwischen Karlsruhe und Stuttgart sind 20 Minuten länger unterwegs
  • Die TGV- und ICE-Verbindungen von Stuttgart nach Paris sind 15 Minuten länger unterwegs, zwei der fünf täglichen Verbindungen fahren nur zwischen Paris und Karlsruhe, der Streckenabschnitt nach Stuttgart entfällt.
  • Die EC-Züge von Frankfurt nach Österreich werden zweigeteilt. Sie sind nur zwischen Frankfurt und Stuttgart sowie zischen München und Österreich unterwegs.

Regionalverkehr: Änderungen und Ausfälle im Überblick

Auch Züge des Regionalverkehrs sind betroffen. Bei der Linie MEX17c fallen zwischen Bruchsal und Mühlacker Verbindungen aus oder sind mit einem veränderten Fahrplan unterwegs, gleiches gilt für die Linie MEX17a. Die Bahn rät dazu, vor Fahrtantritt die elektronische Auskunft zu beachten. In der seien die Änderungen und Ausfälle ersichtlich.

Warum der Freudensteintunnel saniert werden muss

Im Herbst vergangenen Jahres hatte die Bahn erklärt, die erst 2020 sanierte Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Stuttgart und Mannheim abermals zur Baustelle machen zu müssen. In dem längsten Tunnel der Strecke seien „Risse auf der Innenseite der Stahlbetoninnenschale sichtbar geworden“. Die Bahn führt die Schäden auf die komplexe Geologie zurück, in der die Röhren liegen. In der anstehenden Bauphase bringe man „an der Tunneldecke auf einer Länge von 1000 Metern Drahtnetze zur Sicherung an. Gleichzeitig erstellt sie zwei Querschotte um die Tunnelröhre herum, um den Wasserzulauf unter der Tunnelsohle zu unterbinden.