Lagern in einer Wohnung in Kornwestheim Kunstwerke, die im Zusammenhang mit dem spektakulären Kunstfund von München stehen? Foto: dpa/Symbolbild

Ein Kornwestheimer wendet sich an die Polizei, weil er bei sich zu Hause 22 Kunstwerke hat, die teilweise im Zusammenhang mit dem spektakulären Kunstfund von München stehen sollen. Die Polizisten haben keinen Hinweis auf eine Straftat.

Ein Kornwestheimer wendet sich an die Polizei, weil er bei sich zu Hause 22 Kunstwerke hat, die teilweise im Zusammenhang mit dem spektakulären Kunstfund von München stehen sollen. Die Polizisten haben keinen Hinweis auf eine Straftat.

Kornwestheim - Ein spektakulärer wie mysteriöser Fall beschäftigt die Ludwigsburger Polizei: Ein Kornwestheimer hat sich an die Beamten gewandt, weil er in seiner Wohnung 22 wertvolle Kunstobjekte aufbewahrt, die zum Teil "im Zusammenhang mit dem Münchner Kunstfund stehen würden", wie das Landeskriminalamt am Samstag mitteilte. Der Mann hatte offenbar Sorge um diese Kunstwerke und bat die Beamten, diese abzuholen. Dem Wunsch kam die Polizei nach. Die Objekte lagern jetzt an einem sicheren Ort.

Als Grund für seine Beunruhigung nannte er die umfangreiche Berichterstattung über den in München in den vergangenen Tagen entdeckten Kunstschatz. Die Bild-Zeitung berichtet, bei dem Mann handele es sich um den Schwager des Münchners Cornelius Gurlitt, in dessen Wohnung die Werke beschlagnahmt wurden. Eine Bestätigung der Behörden gab es dazu am Wochenende nicht.

Gurlitts Vater war einer der vier Kunsthändler, die von den Nazis mit dem Verkauf der von ihnen verfemten, sogenannten "entarteten Kunst" beauftragt waren.

Die Ermittler haben bisher keine Hinweise auf eine Straftat. Weitere Auskünfte konnte die Polizei nicht geben. Auch um welche Kunstwerke es sich handelt, sagten die Beamten nicht.

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