Der Torjäger Gentian Lekaj hat eine Wadenprellung erlitten – stünde aber diesmal sowieso nicht in der Startformation. Foto: Yavuz Dural

Calcio trifft auf das Absturzteam der vergangenen Monate.

Echterdingen - Wer hätte das zum Saisonbeginn gedacht? Nur vier Spieltage noch, und beim Fußball-Verbandsligisten Calcio Leinfelden-Echterdingen muss man immer noch mit dem Rechenschieber auf die Tabelle schauen – nicht zur Aufstiegs-, sondern zur Abstiegszone. Nach zuletzt drei sieglosen Begegnungen ist der Abstand auf fünf Punkte geschrumpft. Die Kalkulation beim Filder­club: drei Zähler fehlen, um endgültig auf der sicheren Seite zu sein – und vor allem auch, um dann mit finaler Sicherheit die Personalplanungen fürs nächste Spieljahr angehen zu können. Diesen letzten Schritt wollen die Echterdinger nun am Sonntag tun. Zu Gast ist in den Goldäckern der Gegner, der in der Staffel den heftigsten Absturz der vergangenen Monate hinter sich hat: der FV Olympia Laupheim.

„Ob es 1:0 oder 7:0 ausgeht, ist mir völlig egal. Aber dieser Dreier muss jetzt her“, sagt der Trainer Francesco Di Frisco vor dem Kräftemessen mit dem Aufsteiger. Jener hat Calcio im Hinspiel noch ein 0:0 abgetrotzt. Doch haben sich die Vorzeichen seither geändert. Im Klassement sind die Laupheimer vom damals dritten auf den vorletzten Platz gerauscht. Von ihren vergangenen zwölf Spielen haben sie elf verloren, darunter krachende Niederlagen wie ein 0:8 in Neckarrems und ein 2:6 in Rutesheim. Einer der Gründe: der Torjäger Simon Dilger fällt wegen eines Mittelfußbruchs seit mehreren Wochen aus. Inzwischen hat er obendrein seinen Ausstieg für den Sommer verkündet. Der 21-Jährige, dem vor seiner Verletzung auch höherklassige Angebote bis hinauf zur Regionalliga vorgelegen haben sollen, wechselt zum Klassenrivalen SSV Ehingen-Süd.

Häcker anstelle von Lekaj

Demgegenüber droht bei Calcio ebenfalls der beste Torschütze auszufallen. Gentian Lekaj hat beim jüngsten 0:1 in Essingen eine Wadenprellung erlitten. Allerdings bliebe für den Angreifer diesmal eh nur ein Platz auf der Bank: Di Frisco hat im Sturmzentrum für die verbleibenden Spieltage einen wöchentlichen Wechsel zwischen Lekaj und dessen Mitstreiter Sascha Häcker beschlossen. Diesmal ist in der Startformation wieder Häcker an der Reihe – ungeachtet dessen, dass an jenem das Echterdinger Spiel bei seinen vorigen Einsätzen ziemlich vorbeigelaufen ist. Di Frisco ist zuversichtlich, „dass er den Ball diesmal wieder über die Linie kriegt“. Und dass dem eingeplanten Sieg damit dann nichts im Wege steht.

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