In der Stuttgarter Innenstadt, im Neckarpark und in Fellbach finden während des Kirchentags mehr als 2000 Veranstaltungen statt. Foto: dpa

Beim Kirchentag wird es angesichts von mehr als 200 Veranstaltungsorten viele Gelegenheiten geben, sich zu verlaufen. Wir haben deshalb Ordnung in den Wildwuchs ­gebracht und zeigen Ihnen die wichtigsten Schauplätze des Groß­ereignisses.

Stuttgart - Keine andere Zahl besitzt im Christentum eine größere symbolische Bedeutung als die Zahl „Drei“. Am elementarsten zeigt sich dies in der Lehre von der Dreifaltigkeit Gottes. Die Zahl „Drei“ wird deshalb den Kirchentagsbesuchern in Stuttgart in der nächsten Woche in vielen Zusammenhängen begegnen – sie bietet aber auch eine konkrete Orientierung, die vor allem auswärtige Besucher in der Stadt der Kräne und Großbaustellen gut brauchen können: Der Kirchentag bekommt in Stuttgart drei große Bühnen – der wesentliche Teil der Veranstaltungen konzentriert sich von Mittwoch bis Sonntag an diesen drei Orten in der Stadt:

Die Stuttgarter Innenstadt: hier werden jene Bilder entstehen, die in den nächsten Tagen über Fernsehsender, Onlineseiten und Zeitungen Impressionen von Stuttgart aus nach ganz Deutschland transportieren werden. Zum Auftakt am Mittwoch werden zu den Eröffnungsgottesdiensten und dem Abend der Begegnung mehr als 200 000 Besucher in der Innenstadt erwartet. Wer im Menschengewimmel der Großveranstaltung die Promis sucht, wird vor allem bei den Hauptvorträgen fündig, die in der Stadt an verschiedenen Orten gesellschaftliche Diskussionen anstoßen sollen – in der Innenstadt beispielsweise in der Stiftskirche, einer der wichtigsten protestantischen Kirchen Stuttgarts. Unsere Infografik zeigt Ihnen im Überblick einige der Veranstaltungsorte in der City: Neben den Innenstadtkirchen und dem Hospitalhof werden die Liederhalle, das Staatsschauspiel, das Alte Schauspielhaus und das Haus der Wirtschaft vom 3. bis 7. Juni während des Kirchentags genutzt. Auf den vier großen Bühnen in der Innenstadt treten jenseits der Gottesdienste etliche Bands auf.

Fünf Tage lang wird der Kirchentag auf das gesamte Kulturprogramm der Stadt ausstrahlen: In Stuttgarter Clubs werden Techno-Gottesdienste gefeiert, im Gustav-Siegle Haus ist eine Ausstellung zu sehen, während sich die Angebote für Kinder auf den Stadtgarten am Campus konzentrieren. In der Keplerstraße wird gebastelt und experimentiert, die Kinder können mit ihren Ideen einen kindgerechten Stadtteil mitplanen. Die Innenstadt wird sich während des Kirchentags in einem regelrechten Belagerungszustand befinden – wer nächste Woche in die Stadt will, sollte daher öffentlich anreisen. Das Großereignis stellt auch die Polizei und die Rettungskräfte vor Herausforderungen – Letztere sammeln sich zunächst vor dem Neuen Schloss. Vor dem Königsbau und im Stadtgarten werden unterdessen Trinkwasserstationen aufgebaut, zusätzliche Toiletten stehen an allen wichtigen Veranstaltungsorten bereit.

Wer Stuttgart vor dem Kirchentag noch nicht kannte, wird womöglich anschließend denken, dass in der Stadt der Fluss eine wichtige Rolle spielt: Am Neckar befindet sich die zweite wichtige Schaubühne dieses Kirchentags. Von der Haltestelle Neckarpark aus gelangen die Besucher mit wenigen Schritten auf den Markt der Möglichkeiten. In dieser Zeltstadt zeigen zahllose Initiativen und Organisationen aus der Kirche ihre Arbeit und wollen ins Gespräch kommen. Das Spektrum zeigt, wie vielfältig die gesellschaftlichen Themen sind, die in die Kirche hineinwirken: Es präsentieren sich unter anderem Mitglieder der Studentenmission, der christlichen Polizeivereinigung und einer Initiative, die Missbrauchsfälle thematisiert. Neben dem Markt der Möglichkeiten bietet die Johanniter-Unfall-Hilfe eine Kinderbetreuung für Drei- bis Zehnjährige an, auf dem Gelände befindet sich auch das Zentrum Kirchenmusik. Der Neckarpark spielt während des Kirchentags auch wegen seiner großen Hallen eine Rolle: Interessante Diskussionsveranstaltungen finden in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle, der Porsche-Arena und der Carl-Benz-Arena statt.

Einer der wichtigsten „Außenposten“ des Kirchentags befindet sich in Fellbach, wo neben der Schwabenlandhalle und der Alten Kelter mehrere Kirchen als Veranstaltungsorte dienen. Weitere Außenstellen des Kirchentags finden Sie im historischen Ortszentrum von Cannstatt und in Feuerbach.

Selbst dabei oder online informiert

Internet Mehr als ein Dutzend Reporter werden für die Stuttgarter Zeitung über den Kirchentag berichten. Sie wollen sofort wissen, was Joachim Gauck bei der Eröffnung gesagt hat oder ob es in der Stuttgarter Innenstadt zu Verkehrsproblemen kommt? Dann sind Sie auf www.stuttgarter-zeitung.de/kirchentag richtig.

App Die Veranstalter des Kirchentags bieten darüber ­hinaus eine eigene App an, die Sie im Google-Play-Store (Android) oder im Apple-App-Store kostenlos herunterladen können. Mit dieser App können Sie sich Ihr eigenes Programm zusammenstellen, sie informiert über Terminänderungen und andere aktuelle Ereignisse.

Tickets Eintrittskarten für den Kirchentag gibt es zum ­Beispiel am i-Punkt in der Königstraße und an den Eingängen am Wasen. Die Dauerkarte für alle fünf Tage kostet98 Euro. Die Tageskarte kostet 33 Euro. Es gibt zahlreiche Ermäßigungen, Fragen lohnt. Die Tickets gelten dabei als Kombitickets auch für die öffentlichen Verkehrsmittel. Für das Baden-Württemberg-Ticket und das Metropol-Tagesticket ist am Freitag die Sperrzeit bis 9 Uhr aufge­hoben, so dass Besucher mit den Tickets zu den ersten Veranstaltungen nach Stuttgart fahren können

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