Ein Ziehl-Abegg-Mitarbeiter verpackt einen Ventilator im Werk Künzelsau. Foto: Ziehl-Abegg

Der Künzelsauer Ventilatoren- und Motorenhersteller reagiert auf die gute Auftragslage in den Werken in Hohenlohe und stellt neue Mitarbeiter ein.

Künzelsau - Das Geschäft bei Ziehl-Abegg brummt. Um die positive Geschäftsentwicklung bewältigen zu können, will der Ventilatoren- und Motorenhersteller aus Künzelsau (Landkreis Hohenlohe) 100 neue Mitarbeiter einstellen. Zudem gibt es noch Stellen für 50 Ferienjobber. „Der Auftragseingang liegt prozentual zweistellig über dem Vorjahr“, sagt Vorstandschef Peter Fenkl. Man habe zwar mit einem deutlichen Wachstum gerechnet, aber nicht in diesem Ausmaß.

Der Umsatz stieg im laufenden Jahr – wie der Auftragseingang – deutlich zweistellig. Das Unternehmen, das nach eigenen Angaben leise und energiesparende Elektromotoren baut, die Ventilatoren, Aufzüge und Stadtbusse antreiben, wächst auf allen Kontinenten. Um die Produktionskapazitäten zu erweitern, wird gerade im Gewerbepark Hohenlohe neu gebaut.

2000 Mitarbeiter in den süddeutschen Produktionswerken

„Die anhaltend steigende Beschäftigungszahl hat schon vor Jahren dazu geführt, dass wir Zeitarbeiter in dieselbe Lohngruppe einstufen wie Festangestellte“, sagt Personalvorstand Achim Curd Rägle. Da das Unternehmen oft Zeitmitarbeiter in ein festes Arbeitsverhältnis übernimmt, liegt die Leiharbeiterquotein der Regel unter zehn Prozent. „Wir sind an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert, auch weil wir unsere Mitarbeiter qualifizieren und fortbilden“, sagt Rägle.

Ziehl-Abegg beschäftigt weltweit 3550 Mitarbeiter, davon 2000 in süddeutschen Produktionswerken in Hohenlohe. 2016 lag der Umsatz bei 484 Millionen Euro – Dreiviertel davon entfallen aufs Exportgeschäft. Das Familienunternehmen wurde bereits 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt.

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