Der „Rebel Whopper“ sorgt unter Veganern und Vegetariern für Diskussionsstoff. Foto: AFP/MICHAEL THOMAS

Mit dem „Rebel Whopper“ ist Burger King wie die meisten anderen Fastfood-Ketten auch auf den Veggie-Zug aufgesprungen. Vollkommen vegetarisch und erst recht vegan ist der Burger allerdings nicht.

Stuttgart - „100% Whopper, 0% Beef“ – so lautet der Slogan, mit dem die Fastfood-Kette Burger King für seinen neuen Burger wirbt. Ein kleines Sternchen hinter dem Wort „Beef“ lässt allerdings bereits erahnen, dass es einen Haken geben könnte. So richtig vegetarisch ist das Gericht nämlich gar nicht, zumindest wenn man es nach strengen Gesichtspunkten sieht.

Geht man auf der Burger-King-Homepage auf die Produktbeschreibung, findet man dort den Satz „Durch die Art der Zubereitung (auf offener Flamme gegrillt) kann es zu einer Kreuzkontamination mit Rinderfett kommen.“ Dies bedeutet in der Realität, dass die fleischlosen Patties gemeinsam mit den Rinderpatties auf demselben Grill gebraten werden.

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In der vegetarischen und veganen Community ist dieser Fakt einigen, jedoch nicht allen, bekannt. Und auch wenn das Unternehmen nicht mit diesen Begriffen wirbt, gehen die meisten Kunden wohl davon aus, dass es sich bei dem Burger um eine vegane oder zumindest vegetarische Alternative zu Big Mac und Co. handelt. Dementsprechend fallen einige Reaktionen in den sozialen Netzwerken aus.

Burger-Sauce beinhaltet tierisches Eiweiß

Burger King reagierte bereits auf die Vorwürfe und erklärte, dass man nicht auf den „flame grilled“-Geschmack verzichten und den Fleischgeschmack möglichst originalgetreu nachahmen wolle. Für Vegetarier, die das ganze nicht so eng sehen, ist die Kreuzkontamination folglich kein Problem. Veganer müssen allerdings gänzlich auf den „Rebel Whopper“ verzichten. Der Grund: Als Sauce befindet sich normale Salat-Mayonnaise auf dem Burger, die Ei beinhaltet.

Während der „Rebel Whopper“ also nur etwas für Flexitarier ist, sieht es bei anderen Fastfood-Ketten besser aus. Die insbesondere im deutschen und auch im Stuttgarter Raum beliebten Schnellrestaurants von McDonalds bereiten ihren veganen „Big Vegan TS“ anders zu. „Das Patty des Big Vegan TS wird bewusst frittiert, um eine Kontamination zu vermeiden. Ein unabhängiges Institut hat den Zubereitungsprozess des Big Vegan TS in unseren Restaurants geprüft. Auch die Saucen auf unserem veganen Burger (Ketchup und Senfsauce) sind natürlich frei von tierischen Inhaltsstoffen“, erklärt eine Sprecherin des Unternehmens.

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