Der Schaden an der Bushaltestelle beläuft sich auf rund 3500 Euro. Foto: Stadt Marbach

Vandalismus in Marbach: Eine zerstörte Bushaltestelle sorgt für Empörung. Bei der Stadt hofft man nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.

„Das ist nicht nur höchst ärgerlich. Vielmehr bin ich fassungslos, wie Menschen aus purer Zerstörungswut so etwas machen.“ Der Marbacher Bürgermeister Jan Trost ist im Gespräch mit dieser Zeitung hörbar erzürnt. Grund dafür ist eine zerstörte Bushaltestelle am Friedrich-Schiller-Gymnasium.

 

An dem grün gestrichenen Wartehäuschen am Leiselstein wurden die Scheiben zertrümmert. Der entstandene Schaden beläuft sich auf knapp 3500 Euro. Geld, das die Stadt nun für die Reparatur des Buswartehäuschens aufbringen muss.

„Geld für Kinder und Bildung statt für Vandalismus

„Zum Vergleich: Diese Summe liegt über dem Jahresetat für Beschaffungen eines Kindergartens. Geld, das eigentlich für Kinder, Bildung und sinnvolle Investitionen gedacht ist“, heißt es auf dem Instagram-Kanal der Stadt „marbachinside“. In Zeiten, in denen die Stadt an allen Ecken und Enden sparen muss, ist das für die Stadtverwaltung besonders schmerzhaft.

Über diese Plattform hofft die Stadt nun, Hinweise zu den Tätern zu erhalten. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung erstattet. „Wer etwas beobachtet hat oder Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei den zuständigen Stellen zu melden“, steht auf Instagram.

Bürgermeister kritisiert Vandalismus am Galgen

„Das Maß ist voll“, sagt der Bürgermeister, der in diesem Zusammenhang auch auf die Vorfälle am Freizeitgelände Galgen verweist. Während der Sommermonate kommt es dort immer wieder zu Vermüllung und Sachbeschädigung. Die Taten stehen aber nicht unbedingt in Zusammenhang, betont Trost. „Wir kennen die Täter nicht.“

Er hoffe, „dass an der Bushaltestelle am FSG jemand etwas gesehen hat“, so Trost. Die Tat ereignete sich bereits am 9. Januar.