An neu gepflanzten Bäumen sind Beschädigungen festgestellt worden. Die Stadt Herrenberg hat deshalb Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
In den vergangenen Tagen wurden an verschiedenen Stellen in Herrenberg – vorrangig im Alzental, in der Altstadt und an der Schießmauer – Vandalismusschäden an den neuen Baumquartieren festgestellt. Unbekannte haben mutwillig die Kokosstricke durchschnitten, mit denen die Bäume an die Befestigungspfosten festgebunden waren. Das Amt für Technik und Grün hat die Vandalismusschäden zur Anzeige gebracht, teilt die Stadt Herrenberg mit. Sachdienliche Hinweise zum Vandalismus an den neu gepflanzten Stadtbäumen nimmt die örtliche Polizeidienststelle entgegen.
Jährlich bis zu 75 neue Bäume
Das Pflanzen von Bäumen ist eine der Hauptaufgaben des Amts für Technik und Grün. Ein Trupp mit fachlich qualifizierten und eigens fortgebildeten Mitarbeitenden kümmert sich um die Pflege der Bestandsbäume, das Fällen kranker Bäume und die Neupflanzungen. Verteilt auf die beiden Pflanzzeiten, Frühjahr und Herbst, werden jährlich zwischen 60 und 75 neue Bäume neu gepflanzt.
Diese „Mammutaufgabe“, heißt es in der Mitteilung, werde durch den Akt des Vandalismus’ an den neu gepflanzten Bäumen in diesem Jahr unnötig erschwert. „Wir verwenden ganz bewusst hochwertige Kokosstricke, da diese dem Baum die notwendige Stabilität geben und zugleich so dehnbar sind, dass sie nicht in die Rinde schneiden“, sagt der Amtsleiter Christoph Stotz.
Stricke stabilisieren Bäume
Das mutwillige Zerschneiden der Stricke führe nicht nur zu finanziellen Mehrkosten und einem unnötigen Arbeitsaufwand für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es habe auch gravierende Folgen für den Baum: „Der neu gepflanzte Baum ist dem Wind ungeschützt ausgesetzt. Durch die übermäßigen Bewegungen werden die feinen Haarwurzeln beschädigt, der Baum wird destabilisiert und hat nur wenig Chancen auf ein gesundes Wachstum“, so Christoph Stotz.