Der Vandalismus in einer Kornwestheimer Schulturnhalle (Kreis Ludwigsburg) stößt auf Unverständnis. Was die Stadt nun unternimmt und wann Schüler wieder in die Halle dürfen.
An Silvester haben Unbekannte in der Turnhalle der Kornwestheimer Theodor-Heuss-Realschule gewütet und einen Schaden von geschätzt 15.000 Euro angerichtet. Die Spuren des Vandalismus sind noch heute zu sehen und haben Auswirkungen auf den Schulbetrieb.
Die Schäden an der Eingangstür zeigen, dass hier Täter mit roher Gewalt vorgegangen sein müssen, um sich Zugang zur Schulturnhalle zu verschaffen. Innen haben sie dann laut Polizei wohl Silvesterraketen gezündet. Das Gebäude liegt geschützt zwischen B27, Schule und der größeren Sporthalle Ost in Kornwestheim.
„Beschädigt wurden die Eingangstür, eine Hintertür sowie Fenster und Waschbecken“, sagt Lisa Herfurth, Sprecherin der Stadt. Beim Eintreffen der Polizei lagen wohl mehrere Sportgeräte, darunter Bänke und Matten, in der Halle verteilt. „Nach aktuellem Kenntnisstand wurden aber neben drei eingedrückten Tischtennisbällen und zwei Badmintonschlägern keine weiteren Geräte beschädigt“, so Herfurth.
Außerdem ist der Boden im Flur beschädigt. Die Brandmale beeinträchtigen aber wohl den Sportbetrieb nicht. Dennoch muss die Sporthalle bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Die offenen Fenster und Türen wurden durch die Kornwestheimer Feuerwehr provisorisch verschlossen. Die Stadtverwaltung stehe mit Handwerksbetrieben in Kontakt, um eine schnellstmögliche Reparatur zu veranlassen.
Sporthalle bald wieder nutzbar
Boris Rupnow, Rektor der Realschule, geht davon aus, dass in wenigen Tagen der Betrieb in der Halle wieder aufgenommen werden kann. Derzeit behelfe man sich anderweitig während der Sportstunden.
Den Schulleiter ärgert besonders, dass die Täter bei der „in die Jahre gekommenen Halle“ blinde Zerstörungswut walten ließen. „Das war eine böse Überraschung“, so Rupnow. Es sei in der Vergangenheit zwar immer mal wieder zu Graffiti-Schmierereien oder anderen Beschädigungen rund um das Schulgelände gekommen, „aber nicht in dieser Dimension“.
Rupnow ist froh, dass die Schäden aktuell keine weitreichenden Folgen für den Sportunterricht haben werden, denn die Sportfläche an sich und die meisten Sportgeräte seien nicht beschädigt und könnten nach Reparaturen an Fenstern, Eingang und Sanitärräumen, benutzt werden. „Es geht nun zunächst darum, die Halle so herzustellen, dass sich die Schüler im Vorfeld des Sportunterrichts nicht an Scherben oder Bruchstücken verletzen können“, sagt der Rektor.