Stephanie Beckert freut sich über Silber im Eisschnelllauf. Foto: dpa

Am zwölften Wettkampftag in Vancouver hatte sich die deutsche Mannschaft mehr ausgerechnet.

Vancouver - Eisschnelllauf-Silber für Stephanie Beckert, aber keine Medaillen im Zweierbob der Frauen und in der Langlauf-Staffel. Am zwölften Wettkampftag der Winterspiele in Vancouver hatte sich die deutsche Mannschaft einiges mehr ausgerechnet.

 

Mit Platz zwei über 5000 Meter eroberte Beckert ihr zweites Silber im Eisoval von Richmond. Dagegen kostete ein Fehlgriff in die Wachskiste Jens Filbrich, Axel Teichmann, Rene Sommerfeldt und Tobias Angerer als Sechste über 4 x 10 Kilometer die erhoffte Medaille. Die Bobpilotinnen gingen nach Silber 2002 und Gold durch Sandra Kiriasis vor vier Jahren in Turin sogar erstmals bei Olympia völlig leer aus.


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Für Maria Riesch und Co. wurde die Entscheidung im Riesenslalom zur nervenzehrenden Hängepartie. Der zweite Durchgang musste wegen Nebels in Whistler immer wieder verschoben werden und soll nun an diesem Donnerstag stattfinden. Als beste Deutsche war Viktoria Rebensburg nach dem ersten Lauf Sechste. Kanada lag seinen Eishockey-Profis zu Füßen, die durch ein 7:3 gegen Weltmeister Russland ins Halbfinale einzogen. Auch das US-Team erreichte mit dem 2:0 gegen die Schweiz die Medaillenrunde. Mit dem gleichen Ergebnis bezwangen die Finnen Tschechien.

Nach 64 von 86 Entscheidungen behauptete Deutschland im Kopf-an- Kopf-Rennen mit dem US-Team hauchdünn Platz eins der Länderwertung. Siebenmal Gold, zehnmal Silber und siebenmal Bronze für die deutsche Mannschaft standen bei den Amerikanern sieben Gold-, neun Silber- und zwölf Bronzemedaillen gegenüber. Auch Kanada hat dank des Bob-Sieges von Kaillie Humphries siebenmal Gold gewonnen.

Beckert musste sich über die längste Eisschnelllauf-Strecke der Damen nur der überragenden Tschechin Martina Sablikova geschlagen geben, die ihr zweites Gold in Vancouver holte. Bronze ging an die Kanadierin Clara Hughes. Daniela Anschütz-Thoms wurde wie über 3000 Meter Vierte. Die dritte deutsche Läuferin Katrin Mattscherodt war wegen Verlassens der Bahn disqualifiziert worden.

Das Medaillen-Abonnement der deutschen Bob-Frauen ging in Whistler zu Ende. Kiriasis wurde Vierte, Cathleen Martini fiel nach einem schweren Sturz im letzten Lauf ganz aus der Wertung. Die Pilotin und ihre Anschieberin Romy Logsch blieben bei dem Unfall unverletzt. Humphries holte für die Gastgeber Gold vor ihrer Landsfrau Helen Upperton und Erin Pac aus den USA. Shorttrack-Gold in der 3000 Meter- Staffel der Damen feierten die Chinesinnen vor Kanada und den USA.

«Wir hatten uns für Wachs-Ski entschieden, die bei dem extremen Schneefall hinten raus stumpf waren», sagte Bundestrainer Jochen Behle nach der Langlauf-Staffel, die schon nach den ersten Runden verloren war. Olympiasieger wurden die Schweden vor dem Quartett aus Norwegen, für das Schlussläufer Petter Northug mit einem furiosen Schlussspurt Silber aus dem Feuer riss. Bronze ging an die Tschechen.


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Ein deutsches Trio liegt nach dem ersten Riesenslalom-Durchgang in Lauerstellung. Rebensburg hat einen Rückstand von 35/100 Sekunden auf die führende Österreicherin Elisabeth Görgl. Riesch liegt als Siebte 48/100 zurück und besitzt ebenso noch Chancen wie Weltmeisterin Kathrin Hölzl (69/100). US-Star Lindsey Vonn schied mit bester Zwischenzeit aus und zog sich bei ihrem Sturz einen Fingerbruch zu.

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