Donald Trump steht wegen einer Geste in der Kritik. (Archivfoto) Foto: AFP

Eine Geste des US-Präsidenten bei dem historischen Gipfeltreffen in Singapur sorgt für Verwunderung und Kritik. Nordkoreanische Staatsmedien hatten ein Video von Donald Trump veröffentlicht.

Washington - US-Präsident Donald Trump steht nach einem Militärgruß an einen Drei-Sterne-General aus Nordkorea in der Kritik. „Es ist eine übliche Gefälligkeit, entsprechend zurückzugrüßen wenn ein Militäroffizier einer ausländischen Regierung salutiert“, sagte Regierungssprecherin Sarah Huckabee Sanders am Donnerstag.

Die nordkoreanischen Staatsmedien hatten ein Video von Trump veröffentlicht, in dem dieser dem Minister der Volksarmee die Hand schütteln will. Stattdessen salutiert No Kwang Chol aber. Beide nehmen denn die jeweils andere Begrüßungsgeste vor - Trump salutiert, während No seine Hand ausstreckt. Letztlich kommt es zum Handschlag.

Kritik an Geste

Trumps Geste bei dem historischen Gipfeltreffen mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un am Dienstag in Singapur hatte für Verwunderung und Kritik gesorgt. Washington und Pjöngjang befinden sich technisch noch im Krieg, weil nach dem Koreakrieg in den 1950er Jahren kein Friedensabkommen geschlossen wurde.

Bei Trump-Gegnern, die dem Präsidenten ohnehin bereits ein zu weitreichendes Entgegenkommen gegenüber Kim vorwerfen, sorgte der Vorfall für Irritationen. „Es überrascht niemanden, dass Nordkorea unseren Präsidenten für seine Propagandazwecke einspannt“, schrieb Senator Chris Van Hollen im Kurzmitteilungsdienst Twitter. „Kim Jong Un kann sofortige Zusagen einstecken, während er selbst keine konkreten Verpflichtungen eingeht. Ekelhaft zu sehen, wie Trump unsere Verbündeten in Kanada kaltmacht und dann Kim lobpreist, während er vor dessen Generälen salutiert.“

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