Alexander Zverev ist bei den US Open in der zweiten Runde ausgeschieden. Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Das ist bitter: Alexander Zverev war bei den US Open der Tennisprofis hoch gehandelt worden. Der 20-Jährige selbst zählte sich zu den Mitfavoriten. Doch ein gleichaltriger Kroate war zu stark. „Von meinem Level her war es ziemlich katastrophal.“

New York - Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev hat die hohen Erwartungen bei den US Open nicht erfüllen können. Der an vier gesetzte Hamburger verlor am Mittwoch (Ortszeit) gegen den Kroaten Borna Coric 6:3, 5:7, 6:7 (1:7), 6:7 (4:7), scheiterte damit in der zweiten Runde und musste eine bittere Enttäuschung einstecken. Nach dem Aus von Titelverteidigerin Angelique Kerber zum Auftakt sind damit bereits die beiden größten deutschen Hoffnungsträger in New York nicht mehr dabei. „Ich habe sehr schlecht gespielt“, sagte Zverev. „Von meinem Level her war es ziemlich katastrophal“.

Als eine Vorhand des Weltranglisten-Sechsten im Tiebreak des vierten Satzes hinter der Grundlinie gelandet war, war das Aus des Hamburgers nach 3:26 Stunden besiegelt. Alexander Zverev wird von machen als künftiger Tennis-Star und Nummer eins der Zukunft geadelt. Nach seinem Aufstieg in die Top Ten und den Absagen zahlreicher Topspieler zählte Zverev beim vierten und letzten Grand-Slam-Turnier der Saison zu den Mitfavoriten. „Vom Tennis-Standpunkt her habe ich auch das Gefühl gehabt, dass ich einer der Favoriten war“, sagte der 20-Jährige. „Aber wir können jetzt diskutieren, ob das gerecht war oder nicht, ich bin der zweiten Runde raus.“

„Ich habe keine Lust mehr aufs Lernen“

Zverevs bestes Resultat bei einem der vier Grand-Slam-Turniere bleibt nun vorerst das Erreichen des Achtelfinals in Wimbledon. „Ich habe keine Lust mehr aufs Lernen“, sagte Deutschlands größtes Tennis-Talent seit Boris Becker.

Im Duell zweier Youngster fand der Ausnahmekönner kein Rezept gegen den 61. der Weltrangliste. Die beiden lieferten sich teils lange Grundlinien-Duelle, der gleichaltrige Coric forderte den deutschen Davis-Cup-Spieler bis aufs Äußerste.

Schon nach dem klar verlorenen Tiebreak im dritten Abschnitt und dem daraus resultierenden Satz-Rückstand schaute Zverev ratlos und schüttelte den Kopf. Bei 6:5 im vierten Durchgang vergab er bei Aufschlag des Gegners drei Satzbälle in Serie. Bei einem berührte der Ball von Coric gerade noch die Linie. Wenig später schritt die Nummer vier der Setzliste als Verlierer vom Platz.

„Er war sehr, sehr traurig“, berichtete sein Bruder Mischa Zverev. „Er erwartet selbst sehr viel von sich und das von klein auf. Jetzt braucht er Erfahrung.“ Der 30-jährige Mischa Zverev zog wie Fed-Cup-Spielerin Julia Görges in die dritte Runde der US Open ein.

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