Die Fellbacher Oberbürgermeisterin Gabriele Zull äußert sich zum „fortgesetzt aggressiven Verhalten“ der „jetzt verurteilten Straftäterin“. Foto: Peter Hartung (Stadt Fellbach)

Die Fellbacher Oberbürgermeisterin reagiert auf die Berichterstattung über den Prozess gegen die 25-Jährige, die wegen ihrer Amokpläne verurteilt wurde. Die Kritik an der Stadt wegen des Umgangs mit der „jetzt verurteilten Straftäterin“ sei unberechtigt; die Schilderungen der Betreuerin widersprächen dem tatsächlichen Ablauf.

Das Landgericht Stuttgart hat in dieser Woche eine 25-jährige Fellbacherin wegen der geplanten Tötung von Rathaus- und Gerichtsmitarbeitern zu zwei Jahren und acht Monaten ohne Bewährung verurteilt. In dem Artikel in unserer Zeitung unter der Überschrift „Amokpläne bringen Frau ins Gefängnis“ hatte Sonja Packe, die Betreuerin der Verurteilten, das Vorgehen der Stadt kritisiert.

Erfolgreiches Unterbringungskonzept

Die Fellbacher Oberbürgermeisterin Gabriele Zull erklärt nun in einem Statement zu diesem Bericht „über das Urteil des Landgerichts zur Amokläuferin“ und zu den Äußerungen der Betreuerin der Straftäterin, Sonja Packe: „Die Stadt Fellbach hat ein erfolgreiches Unterbringungskonzept für Menschen, die in diesem Bereich Unterstützung benötigen. Grundsätzlich werden in allen Unterkünften die Belegungen so vorgenommen, dass sie die Integration von Geflüchteten und das gute Miteinander unterstützen.“ Dieses Vorgehen sei bei den Bewohnern und Kooperationspartnern allgemein anerkannt; eine sozialpädagogische Begleitung und Betreuung sei selbstverständlich.

„Die im Oktober geplante Verlegung der jetzt verurteilten Straftäterin erfolgte aufgrund ihres fortgesetzt aggressiven Verhaltens und auf dringenden Wunsch von Mitbewohnern, die sie zuvor tätlich angegriffen hatte. Die geplante Verlegung fand im absoluten Einvernehmen mit der 25-Jährigen statt. Sie brachte den für ihren Umzug Verantwortlichen volles Vertrauen entgegen und bat darum, sie beim Umzug zu unterstützen und ihre Sachen zu packen.“

Zulls Abschlussbemerkung zu dem Thema: „Die Ausführungen der Betreuerin Sonja Packe widersprechen dem tatsächlichen Ablauf. Gerne hätten wir mit Frau Packe ihre Bedenken besprochen, wenn sie auf die Stadt zugekommen wäre.“