Der Fundort der Leiche in Spanien wird von Polizisten untersucht. Foto: dpa/Jesus Andrade

Das Urteil im Fall der getöteten Sophia L. ist gefällt. Das Landgericht Bayreuth verurteilte den Tatverdächtigen zu lebenslanger Haft.

Bayreuth - Im Fall der getöteten Tramperin Sophia L. hat das Landgericht Bayreuth den Angeklagten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht verurteilte den Lastwagenfahrer Boujemaa L. am Mittwoch wegen Mordes an der 28 Jahre alten Studentin. Damit folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft, die Verteidigung sah in der Tat einen milder zu bestrafenden Totschlag.

Nach zweimonatiger Prozessdauer kam das Gericht aber wie die Anklage zu der Überzeugung, dass der aus Marokko stammende Mann Sophia im Juni vergangenen Jahres im Streit niedergeschlagen und schwer verletzt sowie sie dann bei einer zweiten Attacke getötet hatte. Damit handelte es sich nach Überzeugung des Gerichts um Mord zur Verdeckung der vorangegangenen Körperverletzung.

Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Die Familie suchte mit Hilfe von sozialen Netzwerken im Internet selbst nach Sophia und kontaktierte den 42 Jahre alten Fernfahrer in Spanien, bevor ihn die Polizei fand. Eine Woche nach Sophias Verschwinden wurde ihre Leiche gefunden. Sie wollte ursprünglich von ihrem Studienort Leipzig zu ihrer Familie nach Amberg in der Oberpfalz trampen.

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