Der ehemalige Kapitän der Costa Concordia, Francesco Schettino, ist in erster Instanz zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Foto: dpa

Die Verteidigung von Francesco Schettino, dem ehemaligen Kapitän der Costa Concordia, hat Berufung gegen das Urteil vom Februar eingelegt. In erster Instanz war Schettino zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden.

Rom - Drei Tage nach der Staatsanwaltschaft hat auch die Verteidigung gegen die Verurteilung des ehemaligen Kapitäns der „Costa Concordia“, Francesco Schettino, Berufung eingelegt. Er war im Februar in erster Instanz wegen fahrlässiger Tötung zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Er trug nach Ansicht des Gerichts in Grosseto in der Toskana die Verantwortung für den Tod der 32 Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes. Unter den Opfern waren auch 12 Deutsche.

Die Nachrichtenagentur Ansa zitierte am Donnerstag den Anwalt Saverio Senese mit den Worten, den Richtern seien schwere Fehler unterlaufen. „Ich bin überzeugt, dass das ein Fehlurteil war. Ich habe Freispruch beantragt“, sagte Senese.

Am Montag hatte die Staatsanwaltschaft, die 26 Jahre Gefängnis gefordert hatte, Berufung gegen das aus ihrer Sicht zu milde Urteil eingelegt. Solange dieses noch nicht rechtskräftig ist, befindet sich der frühere Kapitän (54) auf freiem Fuß.

Das Schiff war im Januar 2012 vor der Insel Giglio mit mehr als 4200 Menschen an Bord auf einen Felsen aufgefahren und gekentert.

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