Entspannt in der Sonne liegen, dazu Crêpes, Palmen oder Liegestühle – drei Gemeinden verwandeln zentrale Plätze in entspannte Stadtstrände. Ein Überblick.
Die Zehen im Sand vergraben, ein kaltes Getränk trinken und die Sonne auf der Haut genießen – dafür muss man nicht unbedingt verreisen.
Stadtstrände sollen den Urlaub in den Kreis Esslingen bringen. In diesem Sommer schaffen Wendlingen, Kirchheim und Ostfildern neue Räume für Begegnung, Erholung und urbanes Lebensgefühl. Was unterscheidet die Stadtstrände voneinander?
Stadtstrand mit Freizeitfaktor in Wendlingen
Seit dem 7. August hat Wendlingens erster Stadtstrand auf dem ehemaligen Norma-Areal in der Albstraße 27 geöffnet. Bis Anfang Oktober verwandelt sich das Gelände in eine städtische Sommeroase mit feinem Sand, Liegestühlen und gastronomischen Angeboten. Egal ob für die Kaffeepause während des Einkaufs, zum Mittagessen oder für einen gemütlichen Abend – der Strand steht jedem und jeder offen, sagt Steffen Weigel, Bürgermeister von Wendlingen: „Der Stadtstrand ist ein Ort für alle – Familien, Freunde, Kollegen und alle Besucher unserer Innenstadt.“
Neben Eis, Crêpes und Kaffee gibt es für Besucherinnen und Besucher auch Aktivitäten wie Beachvolleyball, Boule oder Yoga. Der Sand werde im Anschluss an das Projekt aufbereitet und für städtische Spielplätze weiterverwendet. Bei schlechtem Wetter bleibt der Stadtstrand geschlossen. Der Strand ist bei gutem Wetter von Donnerstag bis Sonntag zwischen 12 und 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, ausgenommen sind mögliche Sonderveranstaltungen.
Pop-up-Beach als konsumfreier Rückzugsort in Kirchheim
Wenige Kilometer weiter bietet Kirchheim mit dem Pop-up-Beach auf dem Rossmarkt eine bewusst konsumfreie Alternative. Vom 18. Juli bis zum 14. September gibt es rund um den Brunnen in der Innenstadt einen kleinen Strand mit Liegestühlen, Palmen, Wasserelementen und Sonnenschirmen.
Der Zugang sei jederzeit möglich und kostenlos. Das Projekt soll ein offener Rückzugsort für alle sein, die ihre Ferien zu Hause verbringen. Ziel sei es, Raum für Erholung und Begegnung zu schaffen, ganz ohne Konsumzwang. „Wer möchte, darf während des Aufenthalts am Pop-up-Beach natürlich gerne die umliegenden Gastronomen unterstützen“, ergänzt Giacomo Mastro vom Projekt „Zukunft Innenstadt“ der Stadtverwaltung. Dazu seien die Gäste aber nicht verpflichtet. Die Nutzung ist wetterabhängig, eine feste tägliche Öffnungszeit gibt es nicht.
Nachhaltiger Schattenplatz in Ostfildern
Einen ganz anderen Schwerpunkt setzt Ostfildern mit der Sommeraktion „Schattenplatz“ im Scharnhauser Park. Seit dem 25. Juli befinden sich wetterfeste Pop-up-Möbel auf dem Stadthausplatz, dort sollen sie drei Monate lang bleiben. Die Möbel bestehen aus recyceltem Kunststoff, sind in Deutschland hergestellt und verfügen über integrierte Wassertanks sowie ein solarbetriebenes Bewässerungssystem.
Das Projekt versteht sich als Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung und will zeigen, wie Klimaanpassung konkret im öffentlichen Raum umgesetzt werden kann. Der Schattenplatz ist jederzeit öffentlich zugänglich, bewusst konsumfrei und lädt Bürgerinnen und Bürger ein, sich aktiv an der Gestaltung des Stadtraums zu beteiligen. Eine begleitende Umfrage läuft bis zum 20. Oktober und soll Erkenntnisse für die zukünftige Entwicklung öffentlicher Plätze in Ostfildern liefern.