Unwetter und Hitze Das große Schwitzen geht im August weiter

Von red/dpa 

Es bleibt heiß in Deutschland, doch es kann auch zu Unwettern kommen. Foto: 7aktuell.de
Es bleibt heiß in Deutschland, doch es kann auch zu Unwettern kommen. Foto: 7aktuell.de

Backofen Deutschland: Der Juli endet mit einem Hitzerekord für das laufende Jahr. Und das aktuelle Supersommer-Tief „Juli“ bringt weiterhin subtropische Temperaturen mit – aber auch Turbulenzen.

Offenbach - Nach dem bisher heißesten Tag dieses Sommers geht das große Schwitzen auch im August weiter. Das aktuelle Supersommer-Tief „Juli“ bringt weiter subtropische Luft von Süd- und Südwesteuropa nach Mitteleuropa. Am Mittwoch soll es laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) bis zu 37 Grad heiß werden. Allerdings beginne der neue Monat in einigen Regionen eher turbulent: Von Südwesten bis nach Nordosten werde ein Gewitterstreifen über Deutschland erwartet. Dabei könnten örtlich Starkregen, Hagel und Sturmböen auftreten.

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Schon in der Nacht zum Mittwoch kam es vor allem in Sachsen, Sachsen-Anhalt und im Norden Brandenburgs zu Gewittern mit Starkregen. Dennoch fielen die Temperaturen vielerorts nicht unter 25 Grad. „Wir haben eine sehr heiße Nacht“, sagte ein DWD-Meteorologin am frühen Morgen. Besonders warm war es etwa in Jeßnitz nördlich von Leipzig mit 28,5 Grad.

Die größte Hitze herrschte am letzten Juli-Tag in Bernburg in Sachsen-Anhalt, wo 39,5 Grad gemessen wurden. Die absolute Rekordmarke aus dem Jahr 2015 mit mehr als 40 Grad wurde aber nicht erreicht.

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Fünftwärmster Juli seit Beginn der Messungen

Backofentemperaturen gab es am Dienstag auch im fränkischen Kitzingen (39,0 Grad), in Demker bei Stendal (38,7 Grad), im thüringischen Artern (38,2 Grad), im baden-württembergischen Bad Mergentheim (38,3 Grad) und in Regensburg (38,2 Grad). Sogar auf der Ostseeinsel Poel waren es 37,1 Grad. Und auch in den nächsten Tagen soll es warm bleiben.

Der abgelaufene Monat dürfte voraussichtlich als fünftwärmster Juli seit Beginn der Messungen verbucht werden - nach 2006, 1994, 1983 und 2010. Außerdem war er vermutlich nach 2006 der zweitsonnigste seit 1951. Die Sonne schien im Schnitt mehr als 300 Stunden, das Soll beträgt 212 Stunden.

Polizisten in Schleswig-Holstein dürfen wegen der Hitze derzeit ihre Dienstmützen abnehmen. Wie die „Kieler Nachrichten“ auf ihrer Webseite berichten, hat Landespolizeidirektor Joachim Gutt den Beamten per Rundschreiben freigestellt, ob sie die Kopfbedeckung tragen oder nicht. Polizisten sollten dabei dem Schreiben nach „in Abwägung zum jeweiligen Einsatzzweck (Eigensicherung, Amtsautorität)“ entscheiden. Zuvor hatte es Kritik an den Mützen gegeben, weil sich ihr Kunstlederbezug bei dem Wetter stark aufheizt.

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