Bis 22 Uhr hat die örtliche Bücherei geöffnet, während der Förderverein feiert. Foto: Pascal Thiel

Der Förderverein der Korntal-Münchinger Bibliothek feiert an diesem Freitag, 19. Mai, sein zehnjähriges Bestehen. Für die Zukunft hat er große Pläne.

Korntal-Münchingen - Sie arbeiten aktiv bei der Leseförderung mit, erwerben Medien außerhalb des Budgets der Korntal-Münchinger Bücherei, machen mit Aktionen auf die Einrichtung aufmerksam und stellen unter anderem kulturelle Veranstaltung auf die Beine: Die Mitglieder des Freundeskreises der Stadtbücherei Korntal-Münchingen haben in den vergangenen Jahren einiges erreicht. Die Vorsitzende Veronika Unfried blickt nach eigenen Angaben zufrieden auf das Erreichte. Von Genugtuung will sie nicht sprechen, die sie erfüllt, sie sagt lieber: „Wir waren sehr fleißig.“ Hundert Mitglieder hat der Verein.

Der Freundeskreis besteht seit zehn Jahren. Ins Leben gerufen wurde er damals, weil der Gemeinderat laut darüber nachdachte, den Betrieb der Stadtbücherei mit ihren Filialen in Korntal und Münchingen aus finanziellen Gründen einzustellen. Die Medienfreunde wollten die Existenz der Einrichtung sichern, vor allem aber wollten sie sie ins Bewusstsein der Bürger bringen, im Bewusstsein des gesamten Ortes verankern. Von Beginn an mit dabei war das Ehepaar Evelyn und Wilhelm Lattewitz. Beide werden an diesem Freitag zu Ehrenmitgliedern des Vereins. Die Ernennung wird anlässlich des Festes sein, das der Freundeskreis feiert. In den Räumen der Bücherei in der Korntaler Stadthalle wird von 19 Uhr an gefeiert, musikalisch gestaltet wird das Fest von der Harfenistin Annika Sevecke. Die Bücherei hat deshalb an diesem Abend bis 22 Uhr geöffnet.

Eine feste Größe für die Einrichtung

Der Freundeskreis ist zu einer festen Größe für die Einrichtung selbst geworden. Er organisierte Lesenächte in Münchingen mit anschließendem Frühstück, machte Flohmärkte, beteiligte sich bei den Ferienspielen der Stadt, organisiert einen Hol- und Bringdienst, hat zudem eine Kaffeeecke mit Sesseln in Korntal eingerichtet – und plant nun ein offenes Bücherregal.

Nicht nur den Veranstaltungen, auch der Möblierung der Bücherei hat sich der Freundeskreis angenommen. Auf diese Weise erhöhte er die Aufenthaltsqualität in der Bücherei – um attraktiver für die Bürger zu werden. Unabhängig davon, dass er sich auch um den Medienbestand kümmert: Das Budget dafür hat der Gemeinderat schon vor der Gründung des Unterstützerkreises reduziert. Just dies aber hatte die Entwicklung eingeläutet, die in den anfänglichen Überlegungen zur Schließung der Einrichtung mündete.

Diese ist freilich inzwischen laut Unfried vom Tisch: „Gott sei Dank.“

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