Laut ARD-Bericht wurden bei Unruhen in Kairo sieben Deutsche kurzfristig festgenommen.

Berlin - Nach den Massenprotesten in Ägypten sind laut einem ARD-Bericht sieben Deutsche, darunter auch Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND), kurzfristig festgenommen worden.

In vertraulichen Unterlagen des Auswärtigen Amtes sei von willkürlichen Verhaftungen von Ausländern die Rede, berichtet das Magazin „Fakt“. Demnach seien auch deutsche Studenten abgeführt worden.

Ausländer für die Gewalt verantwortlich?

Grund für die Festnahmen sei nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes, dass der erst kürzlich ernannte Vizepräsident Omar Suleiman Ausländer für die Gewalt verantwortlich mache. Seine Äußerungen und eine anti-westliche Berichterstattung der staatlich kontrollierten Medien würden von einigen als Freibrief für Jagd auf Ausländer verstanden, heiße es in dem internen Papier, das vom 4. Februar stamme.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte am Samstag auf Anfrage, zu internen Papieren nehme man grundsätzlich keine Stellung. Die Sprecherin betonte aber: „Nach unseren Erkenntnissen sind derzeit keine deutschen Staatsangehörige im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen in Haft.“

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