Einer Umfrage zufolge achtet die Mehrheit der Deutschen schon heute auf einen möglichst geringen Stromverbrauch - so hat im Sommer bei vielen der Wäschetrockner hitzefrei. Foto: stefanolunardi/Shutterstock.com

Die warmen Sommertemperaturen ermöglichen es, unseren Energiehunger etwas zu drosseln. Mit diesen Tipps klappt das Stromsparen im Sommer.

Die deutschen Verbraucher sind Stromsparer, jedenfalls geben sie sich alle Mühe. In einer aktuellen, vom Energieanbieter Eon bei Appinio in Auftrag gegebenen, repräsentativen Umfrage gaben rund drei Viertel (75,1 Prozent) der Befragten an, bereits vor der Energiekrise aktiv Strom gespart zu haben. 40,2 Prozent von ihnen wollen nun nach dem politischen Aufruf zum Energiesparen noch mehr darauf achten. 34,9 Prozent sehen bei sich dagegen kein weiteres Einsparpotenzial. Immerhin: Die Sommerzeit bringt zusätzliche Möglichkeiten mit sich, Energie zu sparen. Das sind die besten Tipps.

Energiesparen im Urlaub

Sommerzeit bedeutet für viele Menschen Urlaubszeit. Egal, ob Kurztrip oder ausgedehnter Sommerurlaub: Wer sein Zuhause verlässt, sollte sicherstellen, dass keine heimlichen Stromverbraucher am Netz sind. Besonders vorbildlich ist, wer die Urlaubszeit nutzt, um beispielsweise seinen Kühlschrank zu leeren, abzutauen und während des Urlaubs komplett vom Stromnetz zu nehmen. Das gilt auch für die Heizung, die während eines Urlaubs kein Warmwasser produzieren muss. Um auf Nummer Sicher zu gehen, ist es Urlaubern zu empfehlen, vor ihrer Abreise die entsprechende Sicherung vom Netz zu nehmen.

Verbraucher sehen größtes Potenzial im Bad

Der Erhebung von Eon zufolge sehen die Deutschen die größten Energiespar-Möglichkeiten im Sommer im Badezimmer: Fast 40 Prozent der Befragten geben an, weniger zu heizen, kälter zu duschen oder seltener zu baden. Damit folgen sie den Empfehlungen der Bundesregierung zum Welttag des Energiesparens. Sie rät, sich einen Duschsparkopf anzuschaffen, um den Ressourcenverbrauch noch weiter zu drosseln. Ein Tipp für alle Jahreszeiten: Wer Feuchtigkeit aus dem Badezimmer bekommen möchte - auch um Schimmel vorzubeugen -, sollte regelmäßig stoßlüften und die gesamte Luft mehrmals am Tag komplett austauschen. Bei höherer Luftfeuchtigkeit im Sommer empfiehlt sich das Stoßlüften in den Morgen-, Abend- und Nachtstunden - aber nicht tagsüber, damit die warme, schwüle Luft nicht in die Wohnung strömt.

Wäscheleine statt Wäschetrockner

Wer den Platz dazu hat, sollte die Sommerzeit dazu nutzen, seinem Wäschetrockner eine Pause zu gönnen. Elektrische Trockner sind wahre Stromfresser - dabei funktioniert die gute alte Wäscheleine fast das ganze Jahr genauso gut. Gut für die Kleidung ist sie außerdem, denn das Trocknen an der Sonne ist für die meisten Textilien schonender als im Trockner und spart obendrein bares Geld.

Elektrische Geräte mit Bedacht nutzen

Weil es im Sommer länger hell ist, sinkt bei vielen Haushalten der Stromverbrauch für die Beleuchtung automatisch. Wer immer noch konventionelle Glühbirnen nutzt, dem winkt relevantes Einsparpotenzial durch den Einsatz von LED-Lampen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt - besonders Menschen, die im Homeoffice tätig sind - außerdem, an Laptops statt an Desktop-PCs zu arbeiten, weil diese grundsätzlich weniger Strom verbrauchen. Wichtig im Sommer ist allerdings, dass das Gerät auf einem ebenen Untergrund steht, damit die Kühlung funktioniert und das Laptop nicht überhitzt.

Mobile Klimaanlagen besser meiden

Bei hohen Temperaturen im Sommer setzen manche Menschen auf mobile Klimageräte. Hier gilt Vorsicht, denn die Klimaanlagen fressen nicht nur ähnlich viel Strom wie Heizlüfter im Winter, häufig ist ihr tatsächlicher Kühleffekt auch enttäuschend. Für einen spürbaren Kühleffekt sorgen eher Ventilatoren, die die warme Luft in der Regel besser umwälzen. Beim Lüften der Wohnung gelten dieselben Regeln wie im Badezimmer: am besten morgens, abends oder nachts.