Der Gemeinderat hat unter der Leitung von OB Fritz Kuhn Experten gehört und über Stuttgart 21 diskutiert. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 ist im Bau. Die Stadträte sollten sich nicht mit Nachhutgefechten aufhalten, sondern die Schieneninfrastruktur verbessern. Dazu gibt es genügend Ansatzpunkte, meint Redakteuer Konstantin Schwarz.

Stuttgart - Die neue Debatte um das Bahnprojekt Stuttgart 21 im Rathaus hat am Mittwoch mit völlig unnötigem Ärger begonnen. OB Fritz Kuhn hatte trotz öffentlicher Sitzung den kleinsten Saal gewählt. Jeder weiß, dass das Thema zwar nicht mehr die ganz großen Massen, aber eben noch immer viele Menschen bewegt.

Sie waren zunächst wegen fehlender Plätze ausgesperrt. Den holprigen Umzug in einen größeren Raum und die damit einhergehenden Friktionen hätte sich der OB ersparen können, andere Räume waren verfügbar. Kuhn hatte zu diesem Termin drei persönliche Mitarbeiter und drei Bürgermeister an seiner Seite. Beraten die ihn nicht, oder gibt der Grünen-OB auf Hinweise so wenig wie sein Vorgänger?

Stuttgart 21 und die Folgen

In der Sache haben sich die Positionen im Gemeinderat nicht verändert. Stuttgart  21 wird gebaut. Wichtig ist jetzt, und das erkennen Befürworter und immer mehr Gegner, nachzusteuern, wo es möglich ist. Mit dem Beschluss zu einem dritten Gleis ist das für den Flughafen geschehen, in Vaihingen wird nicht nur ein bei S 21 geplanter temporärer, sondern dauerhafter Regionalhalt entstehen, und für die S-Bahn wird die neueste Signaltechnik gefordert. Ausbaubedarf gibt es auch zwischen Kornwestheim und Feuerbach, wo die Gleiskapazität an ihre Grenze kommt; für die bessere Anbindung von Tübingen wäre ein Zusatzgleis bei Wendlingen nötig. Für all diese Verbesserungen sollten die Kommunalpolitiker gemeinsam kämpfen.

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