Olaf Scholz (SPD) Foto: Getty Images Europe

Nach Ansicht von Olaf Scholz soll die SPD keine Maximalforderungen vor den Gesprächen mit der Union aufbauen. Dies sagte Hamburgs Bürgermeister am Freitag in einem Interview.

Berlin - Die SPD soll nach Ansicht ihres Bundesvize Olaf Scholz keine zu hohen Hürden vor den Gesprächen mit der Union aufbauen. Es sei nicht sinnvoll, rote Linien zu ziehen oder Maximalforderungen zu erheben, sagte Hamburgs Bürgermeister „welt.de“. Ergebnisoffen solle ausgelotet werden, ob und wie es gelingen könne, eine stabile Regierung zu bilden. „Ich halte es aber längst nicht für gesagt, dass die Union und die Kanzlerin die Kraft haben, zu einer Einigung zu kommen. Das werden schwierige Gespräche“, sagte Scholz.

Wichtig sei vor allem, zu einem gemeinsamen Verständnis zu kommen, „was die zentralen Herausforderungen für unser Land in den nächsten vier Jahren sind“. Scholz hatte am Donnerstag bei der Wiederwahl als SPD-Vize auf dem Parteitag in Berlin eine Zustimmung von nur 59,2 Prozent erhalten - das schwächste Ergebnis aller stellvertretenden Parteichefs. Dazu sagte er „welt.de“: „Naja, das ist kein Beinbruch. Ich weiß, dass es meist nicht populär ist, erforderliche Debatten anzustoßen. Es ist aber nötig. Ich freue mich über meine Wahl.“

Nach dem klaren Ja des SPD-Parteitags zu ergebnisoffenen Gesprächen setzen sich am nächsten Mittwoch die Partei- und Fraktionschefs von CDU, CSU und SPD zusammen. Unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), CSU-Chef Horst Seehofer und des SPD-Vorsitzenden Martin Schulz geht es aber noch nicht um den Einstieg in offizielle Sondierungen für eine Regierungsbildung.

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