Unglück in Stuttgart Zweijähriger stürzt in See

Von Christine Bilger 

Ein Zweijähriger ist am Dienstag in der Wartberganlage im Stuttgarter Norden verunglückt. Er stürzte in einen See. Laut der Polizei ist sein Gesundheitszustand kritisch.

Der Rettungsdienst brachte das Kind in ein Krankenhaus.Foto: dpa (Symbolbild)

Stuttgart - Eine Familie aus dem Stuttgarter Norden bangt um ihr zweijähriges Kind. Der Bub war am Dienstagvormittag ausgebüxt und in einen See gefallen. Seinen Zustand beschreibt die Polizei als kritisch, er schwebte in Lebensgefahr.

Der Unfall geschah am späten Vormittag auf dem Wartberggelände, das zwischen der Heilbronner Straße und der Stresemannstraße liegt. Dort sind zwei künstlich angelegte Seen. Passanten entdeckten das Kind, als sie am Egelsee vorbeikamen, dem größeren der beiden Gewässer. Der Bub lag leblos im Wasser. Die Zeugen zogen das Kind aus dem Wasser und begannen sofort mit der Reanimation, meldet die Polizei. Parallel dazu verständigten sie den Rettungsdienst und die Rettungskräfte übernahmen die Wiederbelebungsmaßnahmen. Das Kind wurde in eine Klinik gebracht, wo die Ärzte nun versuchen, es zu retten.

Der Alarm war bei der Polizei gegen 12.30 Uhr eingegangen. Die Familie hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Suche rund um das Haus begonnen und nach Informationen der Polizei auch Passanten einbezogen, die sie unterwegs traf. Das Verschwinden des Kindes sei gegen 12.15 Uhr bemerkt worden. Nur wenige Minuten nach dem Alarm kam die Meldung, dass die Passanten den Zweijährigen aus dem Wasser gezogen hätten.

Das Kind lag wohl mehrere Minuten lang im Wasser

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft gehen von einem tragischen Unglück aus. Der Zweijährige, dessen Familie in der Nähe wohnt, war offenbar in einem unbemerkten Moment aus der Wohnung ausgebüxt und in den Park gegangen, wo er ins Wasser fiel. Wie lange es dauerte, bis er danach gefunden wurde, können die Ermittler nicht sagen. Sie gehen aber aufgrund des kritischen Zustand des Buben davon aus, dass er schon mehrere Minuten im Wasser gelegen haben muss. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln noch, wie genau sich das Unglück zugetragen hat. Es gebe aber keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden, der Sturz in den Egelsee sei ein tragischer Unfall gewesen.