Die Alpen (Symbolbild): Eine Gruppe von Bergsteigern aus Stuttgart ist im italienischen Teil der Alpen verunglückt. Foto: dpa

Eine Frau aus Stuttgart ist bei einer Bergtour in den italienischen Alpen ums Leben gekommen. Sie gehörte einer 17-köpfigen Gruppe an, die an einem Hochtourenkurs teilgenommen hat, der von der Sektion Stuttgart des Deutschen Alpenvereins organisiert worden war.

Stuttgart - Am Mittwoch sind drei Bergsteiger aus Stuttgart bei Valfurva in der Lombardei auf 3100 Meter in eine Gletscherspalte gestürzt. Dabei wurde eine Frau getötet und zwei Männer verletzt. Die drei haben zusammen mit weiteren 17 Teilnehmern an einem so genannten Hochtourenkurs teilgenommen, organisiert von der Sektion Stuttgart des Deutschen Alpenvereins.

Rückreise im Lauf des Donnerstags

Inzwischen ist ein Krisen-Interventionsteam des Deutschen Alpenvereins vor Ort, das aus geschulten Psychologen besteht. „Das ist eine sehr schlimme Erfahrung für alle, die jetzt erst einmal verarbeitet werden muss“, so Thomas Bucher, Sprecher des Alpenvereins. Wahrscheinlich werden die ersten Teilnehmer im Laufe dieses Donnerstags ihre Rückreise antreten können. Wie die Anreise wird dies individuell in kleinen Gruppen erfolgen. Derartige Kurse gehören zum klassischen Angebot des Alpenvereins: „Dabei gibt es einen Basisort als täglichen Ausgangs- und Zielpunkt“, sagt Bucher.

In diesem Fall ist es die Branca-Hütte auf knapp 2500 Meter vor dem Forni-Gletscher im Nationalpark Stilfserjoch. Die – in diesem Fall vier Kursleiter entscheiden täglich vor Ort, welche Touren bei der aktuellen Wetterlage am besten geeignet sind..“ Kurse dieser Art werden gezielt angeboten, damit die Bergsportler Sicherheit bekommen etwa bei Seiltechniken oder beim Gehen in Gletschern. „Ausbildung und Prävention sind bei uns im Alpenverein immer große Themen“, so Bucher, „aber eins ist auch klar: Im Hochgebirge gibt es immer ein Restrisiko. Das ist das Wesen des Bergsports.“

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