Sieht so ein Aal aus? Dieser undatierte Schnappschuss soll das Ungeheuer von Loch Ness zeigen. Foto: AP

Nessie ist kein Monster, sondern ein etwas zu groß geratener Aal. Auch wenn die Legende vom Seeungeheuer von Loch Ness damit wissenschaftlich widerlegt ist, bleibt für sogenannte Kryptozoologen noch die Suche nach anderen Fabelwesen. Eine Übersicht.

Drumnadrochit - Das jahrhundertealte Rätsel um das Ungeheuer von Loch Ness scheint gelöst. Wie unsere Zeitung berichtete, ist ein internationales Forscherteam um den Genetik-Experten Neil Gemmell von der neuseeländischen University of Otago nach Analysen von DNA-Proben aus dem See im schottischen Hochland zu dem Schluss gekommen: Bei „Nessie“ könnte es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen oder mehrere riesige Aale handeln. Für die Existenz eines Monsters gebe es keinerlei wissenschaftlichen Beweise.

Kryptozoologie – die Suche nach Fabelwesen

Doch das ficht Kryptozoologen aber nicht im geringsten an. Sie werden weiter nach dem mysteriösen Ungeheuer in dem See nahe der schottischen Stadt Inverness suchen.

Lesen sie hier: „Monster von Loch Ness“ – Rätsel um „Nessie“ möglicherweise aufgeklärt

Kryptozoologen – der Begriff stammt aus dem Griechischen (kryptós/verborgen; zóon/Tier; logia/Lehre) – suchen Belege für die Existenz von Tieren, die aus dem Reich der Legenden und Fabeln zu stammen scheinen – wie Bigfoot, Mothman, Chupacabras, Yeti, Mokele-Mbembe oder Marozi.

Sagenhafte Land- und Wasserwesen

Da Nessie ein im Wasser lebendes Seeungeheuer ist, fällt sie in die kryptozoologische Rubrik der Darcontologie. An Land lebendende Kryptid-Exemplare wie der legendenumwobene Yeti, der Schneemensch aus dem Himalaya, wird der Hominologie zugeordnet.

Der belgisch-französische Zoologe Bernard Heuvelmans (1916-2001) gilt als Begründer modernen Kryptologie, der diese Pseudowissenschaft 1955 in seinem Buch „Sur la Piste des Bêtes Ignorées“ – „Auf der Spur unbekannter Tiere“ erstmals systematisch beschrieb.

Heuvelmans Nessie lebt allerdings in der Bucht von Massachusetts an der US-Ostküste. Es soll sich um eine bis zu 18 Meter lange Seeschlange der Gattung „Megalotaria longicollis“ handeln, die wie ein langhalsiger Seelöwe aussieht.

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