Bei Baumfällarbeiten kam für einen Gartenbesitzer in Stuttgart nach einem Unfall jede Hilfe zu spät. Foto: dpa

Ein Gartenbesitzer will einen elf Meter hohen Nadelbaum fällen. Der Versuch endet in einem tödlichen Drama.

Stuttgart - Er wollte einen elf Meter hohen Baum auf seinem Privatgrundstück fällen – doch dieses Vorhaben endete für einen 71-Jährigen im Stadtbezirk Vaihingen tödlich. Wie die Polizei am Montag mitteilte, starb der Mann am Samstagvormittag in der Straße Im Himmel, als der Nadelbaum unkontrolliert umstürzte.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der 71-Jährige gegen 11.10 Uhr auf den Baum geklettert, um ihn stückweise von oben nach unten zu fällen. Dabei achtete er offenbar nicht auf Unfallverhütungsvorschriften, wie sie bei einem Fachbetrieb gelten würden. Der Baumbesitzer saß in fünf Meter Höhe auf einem Ast und sägte einen keilförmigen Schnitt in den etwa 50 bis 70 Zentimeter dicken Baumstamm. Laut Polizei war der Keil unfachmännisch eingesägt – mit schlimmen Folgen. Die sechs Meter hohe Baumspitze kippte in die falsche Richtung – und riss den Gartenbesitzer mit in die Tiefe. Eine Zeuge alarmierte die Rettungskräfte. Der Verunglückte kam in ein Krankenhaus, erlag dort aber seinen schweren Verletzungen.

Das Klettern auf Bäume ist immer wieder gefährlich: Anfang Oktober stürzte in Ostfildern ein 45-jähriger Familienvater fünf Meter tief ab, als er einen Drachen der Kinder befreien wollte. Er wurde schwer verletzt. Dramatisch war auch der Fall einer Achtjährigen, die im Mai 2016 in Kaltental schwer verunglückte.

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