Der Unglücksort bei Tageslicht: Warum waren hier die Fußgänger unterwegs? Foto: 7aktuell.de/Marc Gruber

Nach dem Unfalltod eines Fußgängers auf einer Landesstraße bei Sachsenheim wird gegen einen Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Sachsenheim - War der Unglücksfahrer alkoholisiert? Warum war die Fußgängergruppe überhaupt nachts am Fahrbahnrand einer Umfahrungsstraße unterwegs? Hatten die Lichtverhältnisse den tödlichen Unfall unausweichlich gemacht? Nach dem Unfalltod eines 21-Jährigen, der in der Nacht zum Sonntag auf der Landesstraße 1125 zwischen Bietigheim und Sachsenheim (Kreis Ludwigsburg), angefahren worden war, ermittelt die Polizei gegen einen 42-jährigen Autofahrer wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der Unfallflucht.

Der Fahrer eines Ford C-Max aus dem Kreis Ludwigsburg hatte sich erst knapp 13 Stunden nach dem Unfall bei der Polizei gemeldet. In Begleitung eines Rechtsanwalts machte er zum Unfallhergang und zu seiner Flucht jedoch keine Angaben. Hier muss nun erst einmal die Polizei die Spuren zusammentragen. Der Fahrer musste eine doppelte Blutprobe abgeben. Allerdings dürfte die Frage, ob er zum Unfallzeitpunkt alkoholisiert war, nach 13 Stunden kaum mehr zu beantworten sein.

Warum waren die Fußgänger dort unterwegs?

Freilich hätte auch die Fußgängergruppe an der Landesstraße nichts zu suchen gehabt. Die Betroffenen im Alter von 21, 22, 26 und 27 Jahren „sind offenbar ortsunkundig gewesen“, so Polizeisprecher Peter Widenhorn. Nach ungesicherten Informationen sollen sie auf einer Feier gewesen sein. Die anderen drei Fußgänger waren verletzt worden. Ob sie vom Auto gestreift oder vom Körper ihres Begleiters getroffen wurden, wird noch ermittelt. Bisher gibt es keine Anhaltspunkte, dass die Passanten alkoholisiert oder auf der Fahrbahn gelaufen waren.

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